"Der Hu...... soll rauskommen"

Brutale Kinder-Räuber jagten Opfer bis ins Lehrerzimmer

Acht Jugendliche standen in Wien vor Gericht. Laut Ermittlern terrorisierte die Bande Schüler im 19. Bezirk mit brutalen Raubüberfällen.
Newsdesk Heute
23.05.2026, 09:01
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Schockierende Szenen aus Wien-Döbling wurden jetzt Fall fürs Gericht: Eine Gruppe aus acht Jugendlichen soll monatelang Schüler eingeschüchtert, bedroht und ausgeraubt haben. Am Freitag mussten sich sieben Burschen und ein Mädchen dafür vor Justitia verantworten. Die Angeklagten sind erst 14 bis 15 Jahre alt, im Durchschnitt 150 cm groß – laut Staatsanwalt aber bereits "Intensivtäter".

Besonders brisant: Mehrere Opfer berichteten bei der Polizei von massiver Angst im Grätzel. "Die Bande treibt sich ständig im 19. Bezirk herum. Viele Kinder haben Angst und melden Vorfälle erst gar nicht, obwohl täglich etwas passiert", wird ein Jugendlicher durch die "Kronen Zeitung" zitiert. Ein anderer sagte: "Es ist unter Schülern bekannt, dass die Gruppe mit Messern und Schlagringen bewaffnet ist."

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Laut Anklage soll die Bande gezielt Jagd auf Jugendliche gemacht haben: "Die sind jeden Tag vor der Schule", berichtete ein Betroffener. "Wenn ein gesuchtes Opfer entdeckt wird, rufen sie sich zusammen."

Verurteilung wegen Vergewaltigung: "Wallah!"

Die Hauptbeschuldigten leben seit 2015 in Österreich. Damals, sie waren noch Kleinkinder, suchten ihre Familien Schutz in Österreich. Heute sitzen sie wegen mehrerer schwerer Raubdelikte auf der Anklagebank. Einer der Angeklagten, Jahrgang 2011, brachte es laut Gericht in nur einem Jahr bereits auf drei Vorstrafen. Richter Georg Allmayer erwähnte dabei auch eine Verurteilung "unter anderem wegen Vergewaltigung". Der 15-Jährige reagierte wütend: "Wallah! Okay, warum müssen Sie das jetzt extra so laut sagen?"

Besonders erschütternd: Selbst eine Schule war laut Ermittlungen nicht sicher. Die Jugendlichen sollen ein Opfer bis vor das Lehrerzimmer verfolgt haben. Pädagogen verriegelten noch rechtzeitig die Tür. Die mutmaßlichen Täter traten dagegen und schrien: "Der Hu....... soll rauskommen."

Bei einem weiteren Überfall nahe der U-Bahn-Station Heiligenstadt soll einer der Angeklagten seine Komplizen mit den Worten "Hier sind zwei Patienten" zusammengerufen haben. Auf Nachfrage des Richters erklärte der Jugendliche die Bedeutung gleich selbst. "Zwei Leute, die man abziehen kann." Und "abziehen" heiße schlicht: "Na, ausrauben."

Ihre Masche: "Immer Unmündige dabei"

Der Prozess selbst wirkte laut "Krone" zeitweise chaotisch. Die Angeklagten grinsten im Saal, immer wieder gingen blutjunge Kinder, die eigentlich in der Schule sitzen müssten, ein und aus. Der Staatsanwalt ließ erahnen, dass diese möglicherweise gar nicht so harmlos sind, wie sie auf den ersten Blick wirkten: "Es war die Masche, dass bei den Taten immer Unmündige unter 14 dabei waren, denen die Älteren die Schuld zugeschoben haben." Wegen der angespannten Situation wurde der Gerichtssaal durch mehrere Polizisten und Justizwachebeamte gesichert.

Am Ende fielen vergleichsweise milde Urteile: Der Erstangeklagte erhielt ein Jahr teilbedingt. Der bereits mehrfach vorbestrafte 15-Jährige fasste 15 Monate unbedingte Haft aus. Acht bedingt nachgesehene Monate aus einer früheren Strafe wurden widerrufen.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 23.05.2026, 09:36, 23.05.2026, 09:01
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