Der gewaltsame Tod eines zwölfjährigen Buben erschüttert derzeit Frankreich. Die Leiche des Kindes wurde in Rennes im Nordwesten des Landes am Ufer des Flusses Vilaine entdeckt – nun ermittelt die Polizei wegen Mordes.
Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, wurde ein 16-Jähriger festgenommen. Gegen den Teenager wird wegen Mordverdachts ermittelt.
Gefunden wurde der tote Bub am Sonntag in der bretonischen Stadt Rennes. Um seinen Hals war ein nasses Handtuch gewickelt. "Trotz der Bemühungen der Zeugen, die die Leiche entdeckt hatten, konnten die Rettungskräfte das Kind nicht wiederbeleben", erklärte die Staatsanwaltschaft.
Die genauen Umstände des Todes sind noch unklar. Laut den Ermittlern gehört die "Beteiligung Dritter zu den Hypothesen". Aus Polizeikreisen hieß es, ein Fischer habe gegen 17 Uhr die Polizei alarmiert, nachdem er die Schreie eines Kindes gehört habe.
Nach Informationen der Zeitung "Le Parisien" könnte der tote Bub zuvor mit zwei weiteren Jugendlichen unterwegs gewesen sein. Die Gruppe soll einen Fischer nach Ködern gefragt haben. Die Mutter des Opfers gab laut Ermittlern an, dass ihr Sohn mit Freunden angeln gegangen sei.
Am Sonntagabend waren zahlreiche Polizisten im Bereich einer Wohnanlage im Einsatz. Der tatverdächtige Jugendliche wurde am Montagmorgen in Rennes festgenommen.
In der Nachbarschaft sitzt der Schock tief. Eine Anwohnerin sprach von "einem echten Schock". "Das ist eine ruhige Gegend, nicht weit vom Zentrum", sagte die Frau. "Ich bin nie behelligt worden."