Das Drama um Buckelwal "Timmy" hat ein trauriges Ende gefunden. Der Wal, der wochenlang Deutschland und die Welt bewegte, ist tot. Sein verwesender Körper treibt derzeit vor der dänischen Insel Anholt.
Am Tier wurde ein zuvor angebrachter Tracker gefunden, wie das Umweltministerium in Mecklenburg-Vorpommern und die dänische Umweltbehörde bestätigten. Damit ist klar: Die umstrittene Rettungsaktion einer privaten Initiative ist endgültig gescheitert.
Wie "Bild" berichtet, löst der Tod des Wals im Internet heftige Reaktionen aus. Während viele Nutzer um "Timmy" trauern, kritisieren andere die Rettungsaktion scharf. "Eher denke ich, dass er zu Tode gerettet wurde", kommentiert eine Userin.
YouTuber Robert Marc Lehmann hatte die Überlebenschancen von "Timmy" auf nur 0,1 Prozent geschätzt, als er im März neben dem gestrandeten Wal in der Lübecker Bucht posierte. Am Ende behielt er mit seiner düsteren Prognose recht.
Veterinärin Jenna Wallace aus Hawaii, die an der Rettung beteiligt war, verteidigt die Aktion: "Timmy starb im Meer und nicht etwa einsam im Schlamm des flachen Wassers, was ein weitaus schlimmeres Schicksal gewesen wäre."
Anders sieht das Thilo Maack von Greenpeace. "Die Lehre, die daraus gezogen werden kann, ist, dass es wirklich Sinn macht, auf die Wissenschaft zu hören", sagte er. Die private Initiative hatte die Rettung gegen den Rat von Experten durchgesetzt.
Für Empörung sorgen nun auch Bilder von Badegästen, die Selfies auf dem toten Wal machen. Der Kadaver liegt rund 75 Meter vor der Insel Anholt im hüfttiefen Wasser und könnte wegen der Verwesungsgase noch explodieren.