Die Einheimischen-Tarife der Skigebiete sind der EU schon lange ein Dorn im Auge. Kritik: Die Besserstellung der Österreicher würde gegen das EU-Diskriminierungsverbot verstoßen. Nachdem sich Tourismuskommissar Apostolos Tzitzikostas aber kürzlich in Innsbruck für solche Tarife in gewissen Regionen ausgesprochen hatte, lebt die Hoffnung auf ein Einlenken der EU auf.
„Ich kann mir gut vorstellen, diesen Bonus noch auf weitere Bereiche auszudehnen“Michael LudwigBürgermeister Wien
Und das hat jetzt – mit Hinblick auf die Teuerungen – auch zu einem Nachdenkprozess im Wiener Rathaus geführt: "Wir haben ja bereits in einigen Bereichen den Wien-Bonus. Ich kann mir gut vorstellen, diesen Bonus noch auf weitere Bereiche auszudehnen, vorausgesetzt die rechtlichen Rahmenbedingungen lassen es zu", so Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) zu "Heute". Sein vordringliches Ziel sei "immer die Unterstützung der Wiener Bevölkerung", betont der Stadtchef.
Details zu den Wiener Einheimischen-Tarifen gibt es noch nicht. Fix ist aber: Um Liftkarten wird es in der an Skipisten armen Stadt wohl nicht gehen. Eher vorstellbar sind Vergünstigungen für Wiener bei Kultur- und Sportveranstaltungen oder bei Museumseintritten.
Ob diese Besserstellung der Wiener über Vergünstigungen für die Bevölkerung oder eine Verteuerung für Touristen passiert, ist freilich auch noch nicht beschlossen. Blickt man auf den steigenden Schuldenstand der Stadt, aktuell sind es 15 Milliarden Euro, kann man erahnen, wohin die Reise geht. 2024 musste Wien alleine an Zinsen für die Stadtschulden 133,4 Millionen Euro berappen.