Am Landesgericht Klagenfurt wurde über das Vermögen von Helmut Andreas "Max" Wohlkönig ein Insolvenzverfahren eröffnet. Die Verbindlichkeiten belaufen sich laut Antrag auf rund 207.000 Euro, betroffen sind 23 Gläubiger – Dienstnehmer gibt es keine.
Wie der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) und der KSV 1870 mitteilen, soll der Betrieb dennoch weiterlaufen: Geplant ist, die bestehende Konditorei künftig als Café/Bistro fortzuführen. Gleichzeitig wird ein Sanierungsplan mit einer Quote von 30 Prozent angestrebt.
Wohlkönig betreibt das Geschäft in der Überfuhrgasse 46 erst seit Jänner. Zuvor führte er bis Ende Dezember 2025 zusätzlich ein Kinocafé, inklusive Kino. Dieses musste jedoch laut "Kleine Zeitung" aufgrund unüberwindbarer Differenzen mit der Vermieterin aufgegeben werden – ein entscheidender Einschnitt für das gesamte Geschäftsmodell.
Die Ursachen der Insolvenz liegen laut Antrag vor allem in hohen Investitionen und laufenden Kosten. Um Kinocafé, Kino und Konditorei parallel betreiben zu können, nahm der Unternehmer Kredite auf. Die wirtschaftliche Planung beruhte darauf, beide Betriebe dauerhaft in einer Art Symbiose gewinnbringend zu führen. Dieses Konzept ging letztlich nicht auf, wodurch sich die Schulden anhäuften.
Konkrete Angaben zum Vermögen gibt es nicht. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass die Aktiva im Wesentlichen aus dem Inventar des Betriebs bestehen.
Zum Insolvenzverwalter wurde der Klagenfurter Rechtsanwalt Klaus Haslinglehner bestellt. Die erste Gläubigerversammlung findet am 14. April statt, die Prüfungstagsatzung ist für den 12. Mai angesetzt, die Sanierungsplantagsatzung für den 2. Juni. Forderungen können noch bis 27. April angemeldet werden.