Nächstes Insolvenzverfahren

1 Milliarde Euro Schulden! Benkos Privatstiftung pleite

Gegen die Laura Privatstiftung der Familie Benko wurde ein Insolvenzverfahren eröffnet. Die Schulden sollen sich auf 1,07 Milliarden Euro belaufen.
Lara Heisinger
11.03.2026, 15:36
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Die Insolvenz der Laura Privatstiftung des gefallenen Signa-Gründers René Benko ist nun offiziell eröffnet worden. Das Landesgericht Innsbruck bestätigte damit den zuvor eingebrachten Antrag der Stiftungsvorstände.

Die Verantwortlichen der Stiftung hatten beim Gericht die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Auslöser sind laut Tristan Prem vom Österreichischen Verband Creditreform mehrere Schiedssprüche aus bekannten Verfahren in der Schweiz.

Millionenbeträge an arabischen Staatsfonds zugesprochen

Dabei wurden einem arabischen Staatsfonds hohe dreistellige Millionenbeträge zugesprochen. Da diese Forderungen nicht innerhalb einer angemessenen Frist bezahlt werden konnten, musste die Privatstiftung ihre Zahlungsunfähigkeit eingestehen. Zusätzlich bestehen weitere Verbindlichkeiten in beträchtlicher Höhe.

Nach einer detaillierten Prüfung kam das Landesgericht Innsbruck zu dem Schluss, dass die Voraussetzungen dafür vorliegen, und leitete das Verfahren ein.

Als Insolvenzverwalter wurden die Rechtsanwälte Dr. Stefan Geiler, MMag. Dr. Stefan Dorner und MMag. Dr. Simon Schafferer von der Kanzlei UGP Rechtsanwälte aus Innsbruck bestellt. Sie sollen nun rasch klären, wie die tatsächliche Vermögenslage der Laura Privatstiftung aussieht.

Mammutaufgabe für Insolvenzverwalter

Laut KSV1870 dürfte das Verfahren äußerst komplex werden. Klaus Schaller, Leiter des KSV1870 in Innsbruck, erklärte: "Die Insolvenzverwalter erwartet eine Herkulesaufgabe. Nach einer ersten Analyse des Konzernorganigramms sind hunderte Gesellschaften der Einflusssphäre der Laura Privatstiftung zuzuordnen. Dies nicht nur in Österreich, sondern auch im Ausland. Dementsprechend umfangreich stellt sich die Situation dar."

Nach Einschätzungen zählt die Insolvenz der Laura Privatstiftung zu den komplexesten Insolvenzverfahren in der österreichischen Wirtschaftsgeschichte.

1,07 Milliarden Euro Schulden

Im Insolvenzantrag gehen die Stiftungsvorstände von Verbindlichkeiten in Höhe von rund 1,07 Milliarden Euro aus. Dem stehen Vermögenswerte von etwa 327 Millionen Euro gegenüber. Rund 90 Gläubiger dürften betroffen sein.

Verhandlung am 18. Mai

Das Landesgericht Innsbruck hat bereits einen Termin für die Prüfung der angemeldeten Forderungen angesetzt. Diese Verhandlung soll am 18. Mai 2026 stattfinden. Gläubiger müssen ihre Forderungen bis spätestens 4. Mai 2026 beim Landesgericht Innsbruck anmelden.

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