Brisante Ermittlungen beim ChatGPT-Entwickler OpenAI! Ein Mitarbeiter des US-Unternehmens steht im Verdacht, heimlich ein Aufnahmegerät in einem Konferenzraum installiert zu haben. Besonders heikel: In dem Raum werden regelmäßig vertrauliche Geschäftsgeheimnisse besprochen.
Der 35-jährige Mann aus Saudi-Arabien wurde bereits festgenommen. Das bestätigten OpenAI und das US-Justizministerium, berichten mehrere US-Medien. Mittlerweile hat sich auch die US-Bundespolizei FBI eingeschaltet.
Entdeckt wurde das verdächtige Gerät vor rund zwei Wochen in einem Konferenzraum am OpenAI-Standort in San Francisco. Laut Ermittlern war es dort erst etwa zwei Tage zuvor angebracht worden.
Das Versteck war ungewöhnlich: Das Aufnahmegerät steckte in der USB-Buchse eines Fernsehers und war mit Toilettenpapier umwickelt.
Auf die Spur des Mitarbeiters kamen die Ermittler unter anderem durch Aufnahmen von Sicherheitskameras. Diese zeigen den 35-Jährigen Ende September in der Nähe des betroffenen Konferenzraums.
Dabei hätte er sich dort eigentlich gar nicht aufhalten dürfen, denn für den Raum besaß er keine Zutrittsberechtigung.
Besonders verdächtig: Auf einem von den Ermittlern veröffentlichten Bild ist zu sehen, wie der Mann später versucht, hinter den Fernseher zu blicken.
Auch ein Chatverlauf spielt bei den Ermittlungen eine wichtige Rolle. Über einen Chatbot-Account, der seiner Ehefrau gehört, sollen Anfragen zu Aufnahmegeräten gestellt worden sein, das berichtet auch der ORF.
Laut US-Justizministerium tauchten in diesen Anfragen sogar Eigenschaften auf, die mit dem später entdeckten Abhörgerät übereinstimmen.
Für den 35-Jährigen könnte der Fall schwerwiegende Folgen haben. Sollte er verurteilt werden, drohen ihm bis zu fünf Jahre Haft.
Zusätzlich könnte eine Geldstrafe von bis zu 250.000 US-Dollar, umgerechnet rund 225.000 Euro, verhängt werden. Die Ermittlungen des FBI laufen.