Schrecksekunde für VP-Chef

China-Roboter holt vor Kanzler Stocker zu Tritt aus

Schrecksekunde für Kanzler Stocker bei seiner China-Reise: Ein Roboter legte eine wilde Tanzeinlage hin – und kam dem Kanzler dabei gefährlich nahe.
05.11.2026, 10:31
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Bei seinem Besuch in Shanghai erlebte Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) am Mittwoch einen ungewöhnlichen Moment. Gemeinsam mit Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) besichtigte er den chinesischen Roboterhersteller Agibot. Dort sorgte ausgerechnet ein tanzender Roboter für eine kurze Schrecksekunde.

Erst Tanz, dann Kick

Der 1,69 Meter große Roboter namens "Luca" zeigte der österreichischen Delegation sein Können. Doch bei seiner Tanzeinlage streckte die Maschine plötzlich ein Bein in Richtung des Kanzlers aus. Stocker und Hattmannsdorfer zuckten erschrocken zurück. Zu einer Berührung kam es offenbar nicht. Stocker reagierte mit einem knappen Kommentar: "Unbelievable" (unglaublich).

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Roboter erkennt Kanzler nicht

Für einen weiteren kuriosen Moment sorgte die anschließende Unterhaltung. Obwohl ihm Stocker vorgestellt wurde, konnte der Roboter den österreichischen Regierungschef offenbar nicht erkennen. Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer wollte daraufhin wissen, ob "Luca" einen Besuch in seiner Heimatstadt Linz empfehlen würde. Die Antwort fiel positiv aus: Linz sei ruhiger als Wien und biete eine angenehme Abwechslung.

"Sollen wir ein bisschen rumtollen?" Luca sorgte bei der Austro-Delegation für viel Begeisterung.
APA-Images / APA / HARALD SCHNEIDER

Der Roboter hatte aber noch mehr auf Lager. Auf Deutsch fragte er die österreichischen Gäste: "Sollen wir mal ein bisschen rumtollen?" Dazu kam es allerdings nicht mehr. Stattdessen verabschiedete sich die Maschine mit einem Handschlag vom Kanzler.

Austro-Firma liefert Teile

Hinter "Luca" steckt das chinesische Unternehmen Agibot, das erst 2023 gegründet wurde und sich selbst als Weltmarktführer für humanoide Roboter bezeichnet. Allein im ersten Halbjahr 2026 lieferte die Firma nach eigenen Angaben bereits 8.400 Roboter aus.

Auch Österreich soll künftig von dem Technologieboom profitieren: Der oberösterreichische Konzern Miba soll Bauteile für die chinesischen Roboter liefern. Stocker befindet sich derzeit auf einer mehrtägigen China-Reise, bei der vor allem die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern im Mittelpunkt steht. Die Begegnung mit "Luca" dürfte dabei jedenfalls zu den kuriosesten Momenten zählen.

pol, Akt. 05.11.2026, 10:33, 05.11.2026, 10:31