"Why? Me no explain. Me tool first. Me result first. Me stop" – so spricht die KI Claude, wenn man sie dazu bringt, sich wie ein Höhlenmensch auszudrücken. Der Entwickler Alexander Huso hat genau das getan und damit im Netz für Aufsehen gesorgt.
Die Idee dahinter: Jede Interaktion mit Sprachmodellen verbraucht sogenannte Tokens – die kleinste Recheneinheit generativer KI. Je weniger Tokens, desto günstiger. Also brachte Huso der Anthropic-KI bei, sich extrem kurz zu fassen.
Wie "t3n.de" unter Berufung auf den Business Insider berichtet, entstand die Idee aus Frust über die Token-Limits von Claude-Pro-Abos. "Meine erste Idee war Babysprache, aber Höhlenmenschen-Sprache funktionierte zuverlässiger und war lustiger", erklärt Huso.
Seine Ergebnisse postete der Entwickler auf Reddit und ging damit viral. Angeblich würden Claude-Nutzer so 75 Prozent weniger Tokens verbrauchen. Doch es gibt einen Haken: Die Qualität der Antworten leidet massiv.
"Ich würde dem Bot nicht zutrauen, guten Code zu schreiben", sagt Huso selbst. Auch Reddit-User sind skeptisch: Wer Claude zwinge, wie ein Höhlenmensch zu sprechen, mache das System möglicherweise dümmer. Dennoch fand die Idee Nachahmer – ein YouTuber drehte ein Video, ein niederländischer Entwickler ging mit dem Konzept ebenfalls viral.