Laut einer repräsentativen Erhebung im Auftrag von Accessiway stoßen insgesamt 80,4 Prozent der Österreicher am Handy auf "digitale Barrieren".
Besonders oft genannt werden zu viele Pop-ups, schwer schließbare Fenster und umständliche Eingabefelder. Doch überraschend ist vor allem der Aspekt des Bildungsgrads: Bei allen zwölf abgefragten digitalen Hürden sind Menschen mit Matura stärker betroffen.
Auffällig ist auch, dass Männer und Personen aus Wien besonders häufig über Probleme klagen. Hier gibt es bei sieben von zwölf abgefragten Barrieren signifikant mehr Schwierigkeiten als in anderen Bundesländern. Als besonders mühsam werden zu kleine Eingabefelder oder Passwörter empfunden.
Was viele nicht überraschen wird: Je nach Alter zeigen sich ebenfalls Unterschiede. Für ältere Menschen wird vor allem die kleine Schrift zum Hindernis, während jüngere Nutzer sich schneller an langen Ladezeiten stören.
Auch überladene Layouts und komplizierte Formulare machen vielen zu schaffen. Die Umfrage legt damit nahe, dass digitale Hürden nicht nur ein Thema für ältere oder technisch wenig versierte Menschen sind.
Insgesamt macht die Umfrage deutlich, dass mobile Angebote für viele noch immer unnötig kompliziert sind und dass selbst höher Gebildete daran scheitern.