Du liebst Selfies und verbringst täglich Stunden am Smartphone? Dann solltest du vielleicht umdenken. Denn genau diese Gewohnheiten könnten laut einer aktuellen Studie sichtbare Spuren hinterlassen – von Falten bis zu grauen Haaren.
Für die Untersuchung wurden 450 Erwachsene befragt. In der Studie gaben viele Teilnehmer an, bis zu sieben Stunden oder noch länger am Bildschirm zu hängen.
Das Ergebnis: Wer besonders viel Zeit am Handy verbringt, zeigt deutlich häufiger Anzeichen vorzeitiger Alterung. Personen mit intensiver Nutzung – also mehrere Stunden täglich – hatten laut Studie ein siebenfach erhöhtes Risiko für graue Haare. Auch Augenringe, trockene Haut, Falten und sogar Haarausfall traten bei ihnen häufiger auf. Fast drei Viertel der Vielnutzer klagten zudem über dunkle Schatten unter den Augen.
Neben Hautproblemen bringen Experten exzessive Handynutzung auch mit weiteren Beschwerden in Verbindung – darunter Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme, Tinnitus und der sogenannte "Tech Neck", der durch die typische Handyhaltung Nacken- und Schulterschmerzen verursacht.
Das Problem liegt in den Leuchtdioden (LEDs) in den Displays moderner Smartphones, die hochenergetisches sichtbares Licht – oft als "blaues Licht" bezeichnet – erzeugen, um leuchtende Farben darzustellen. Diese LEDs sind auch im Kamerablitz der meisten Geräte enthalten, was darauf hindeutet, dass Social-Media-Stars, die besonders gerne "für die Kamera posieren", sich damit möglicherweise keinen Gefallen tun. Während es zweifellos hilft, diese Gewohnheit einzuschränken, könnte auch das Auftragen von Sonnenschutz vor der Nutzung des Handys oder das Anbringen eines UV-Filters am Bildschirm das Risiko senken, so das Team aus Wissenschaftlern und Dermatologen an der Bahria University of Health Sciences in Islamabad.
Warum genau blaues Licht diesen Effekt hat, wurde in der Studie nicht im Detail untersucht. Frühere Forschung legt jedoch nahe, dass es tiefer in die Haut eindringen kann als UV-Strahlen aus dem Sonnenlicht. Dabei entstehen schädliche Moleküle, die Kollagen und Elastin abbauen – wichtige Bestandteile für straffe und elastische Haut.
Die Wissenschaftler raten daher zu mehr Bewusstsein im Umgang mit Smartphones. Wer das Risiko senken will, sollte die Bildschirmzeit reduzieren – oder zumindest vorbeugen: Sonnenschutz auch bei der Handynutzung und spezielle Filter für Displays könnten helfen, die Belastung zu verringern.