Pickerl-Neuerung

Das ändert sich für Autofahrer in der gesamten EU

Der EU-Verkehrsausschuss hat die jährliche Pickerl-Untersuchung beim Auto zwar abgelehnt, auf Autofahrer kommt jedoch ein Kostenschock zu.
Digital  Heute
08.05.2026, 08:32
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Aufatmen bei Autofahrern in der gesamten EU: Die geplante Verschärfung der Hauptuntersuchung mit jährlichen Prüfintervallen ist Geschichte. Der Verkehrsausschuss des Europäischen Parlaments hat den umstrittenen Vorschlag der EU-Kommission abgelehnt.

Die Kommission wollte ursprünglich, dass Fahrzeuge ab einem Alter von zehn Jahren jährlich statt, wie bisher, alle zwei Jahre zur Prüfung müssen. Das hätte eine Verdopplung der Kosten für Autofahrer in jenen EU-Ländern bedeutet, in denen keine jährliche Überprüfung Pflicht ist.

Der deutsche CDU-Europaabgeordnete Jens Gieseke etwa begrüßte die Entscheidung: "Keine jährlichen Hauptuntersuchungen für Fahrzeuge älter als zehn Jahre und keine zusätzlichen Prüfpflichten für leichte Nutzfahrzeuge senden ein klares Entlastungssignal an Verbraucher und insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen."

Trotzdem wird das Pickerl teurer

Ganz ohne Änderungen kommen Autofahrer aber nicht davon. Die EU-Abgeordneten haben strengere Kontrollen für moderne Sicherheitssysteme beschlossen. Airbags, automatische Notbremsassistenten und andere elektronische Helferlein sollen künftig genauer unter die Lupe genommen werden.

Auch Elektro- und Hybridautos sollen strenger geprüft werden, da immer mehr davon auf den Straßen unterwegs sind. Zudem könnten offene Sicherheitsrückrufe zum Problem werden: Wurde ein verpflichtender Rückruf nicht erledigt, könnte das Fahrzeug künftig durch die Prüfung fallen.

Die neuen Vorgaben machen die Pickerl-Prüfung aufwendiger und wahrscheinlich auch länger. Experten gehen davon aus, dass die Prüfstellen diese Mehrarbeit an die Kunden weitergeben werden. Das Pickerl dürfte also teurer werden.

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