So viel Punsch und Käsespätzle, wie man will? Das wird auf sogenannten All-inclusive-Weihnachtsmärkten versprochen. Erstmals gibt es einen solchen heuer auch in Wien: Im "Der Garten" auf der Prater Hauptallee im 2. Bezirk öffnet der "All-You-Can-Eat & Drink"-Weihnachtsmarkt bis 6. Jänner 2026.
Am Mittwoch und am Donnerstag kostet der Eintritt je 39,90 Euro, Freitag bis Sonntag erhöht sich der Preis auf 45,90 Euro. Für Studenten, Jugendliche und Kinder gibt es Ermäßigungen. Mit diesem einmal bezahlten Eintritt können Besucherinnen und Besucher dafür Speisen und Getränke genießen – ohne an jedem Stand neu zu zahlen. Vom traditionellen österreichischen Essen bis zu Street-Food-Kreationen, von Glühwein und Punsch bis zu Snacks und Süßem — alles ist im Paket drin.
Dazu kommt ein buntes Rahmenprogramm: Lichtinstallationen, Feuerstellen, Musik mit DJs oder Live-Acts, Spiele wie Baumstammnageln oder XXL-Jenga, Foto-Spots und gemütliche Sitzgelegenheiten sorgen für eine Mischung aus Markt und Festival-Atmosphäre.
Doch das Vergnügen hat auch einen Haken - oder besser gesagt, ein Zeitlimit. Lediglich ein Zeitfenster von zweieinhalb Stunden kann gebucht werden. Das sorgt nicht bei allen für Begeisterung: In den sozialen Medien liest man Kritik an dem neuen Konzept. Einige stoßen sich bereits am Konzept mit Eintritt und Zeitfenster, andere finden den Peris zu hoch: "Um das Geld gehe ich dreimal zum All-You-Can-Eat-Asiaten."
Zudem gibt es Zweifel an der Qualität des Angebots: So heißt es etwa, die angebotenen Kartoffelpuffer seien industriell produziert und daher eine "Zumutung". Viele vermuten, dass hinter dem Konzept weniger festliches Weihnachtsmarkt-Feeling steht als die Motivation "Fressen, bis der Arzt kommt …".
Kritiker warnen davor, dass der Markt — anders als klassische Weihnachtsmärkte mit Kunsthandwerk, Handarbeit, kleinen Buden und individueller Atmosphäre — eher an ein Event oder eine Party erinnert, weniger an gemütliche Adventromantik.
Für Gruppen, Feierfreudige und alle, die eine unkomplizierte, planbare Alternative zu klassischen Märkten suchen, kann er durchaus lohnenswert sein. Wenn man jedoch traditionelle Atmosphäre, Kunsthandwerk und individuelle Marktstände sucht — dann ist ein klassischer Weihnachtsmarkt wahrscheinlich die bessere Wahl.