ÖVP reklamiert Erfolg

Deutsch-Krise an Wiens Schulen: Nun brisante Trendwende

Obwohl die Deutschprobleme an Wiener Schulen weiterhin massiv sind, deutet sich eine Entspannung ab. Die Zahl außerordentlicher Schüler geht zurück.
Nicolas Kubrak
20.06.2026, 22:00
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Die jüngsten Zahlen des Stellenstabs für das Schuljahr 2026/27 zeichnen ein düsteres Bild: Von österreichweit 39.960 außerordentlichen Volksschülern – also Kindern, deren Deutschkenntnisse nicht ausreichen, um dem Unterricht regulär zu folgen – besuchten 16.279 eine Schule in Wien. Das entspricht 40,7 Prozent aller außerordentlichen Volksschüler in Österreich.

Lage bei Schulanfängern dramatisch

Besonders dramatisch ist die Situation bei den Schulanfängern: Innerhalb von fünf Jahren stieg der Anteil der außerordentlichen Schüler laut ÖVP Wien von 41 auf 51 Prozent. "Wien ist der traurige Hotspot der Sprachprobleme. SPÖ und Neos wollen weiter über die Missstände hinwegtäuschen, aber die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Die außerordentlichen Schüler von heute sind die Mindestsicherungsbezieher von morgen", so ÖVP-Klubobmann Harald Zierfuß.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Weniger außerordentliche Schüler

Es gibt allerdings auch erfreuliche Nachrichten: Im kommenden Schuljahr 2026/27 sinkt die Zahl der außerordentlichen Pflichtschüler in Wien von 18.901 auf 15.555. Laut "Standard" nennt das Bildungsministerium dafür drei Gründe: Kinder aus der Ukraine, die nach dem Kriegsausbruch nach Österreich geflohen sind, haben mittlerweile den außerordentlichen Status verlassen. Zudem zeigen die verstärkte Deutschförderung sowie der Stopp des Familiennachzugs Wirkung.

ÖVP: "Unsere Maßnahmen wirken"

Letztere Maßnahme schreibt die ÖVP vor allem sich selbst zu. Der Rückgang um 18 Prozent sei ein "deutlicher Hinweis" darauf, dass der Zuzug von Kindern mit mangelnden Deutschkenntnissen spürbar abnehme. "Die Maßnahmen der Volkspartei greifen und entlasten das Bildungssystem nachhaltig – besonders in Wien", erklärte Generalsekretär Nico Marchetti.

ÖVP-Wien-Klubobmann Harald Zierfuß betonte jedoch, dass die Situation in Wien weiterhin alarmierend sei: "Dass 51 Prozent der Kinder zu Schulbeginn ihre Lehrer nicht ausreichend verstehen, ist ein bildungspolitischer Notstand. Unter der Verantwortung von SPÖ und Neos ist dieser Anteil innerhalb von nur fünf Jahren von 41 auf 51 Prozent gestiegen."

{title && {title} } nico, {title && {title} } 20.06.2026, 22:00
Mehr zum Thema
Jetzt E-Paper lesen