Auf Instagram geht es meist um schöne Strände und das perfekte Leben. Doch ein junger Salzburger macht alles anders. Der 18-jährige Militärschüler Franziskus Wächter spricht über Themen, die auf Social Media oft gemieden werden. Mit Erfolg: Er zählt zu den am schnellsten wachsenden Influencern Österreichs.
Statt um die neuesten Modetrends geht es bei Franziskus Wächter um Kreuzzüge, Religion und Patriotismus. Doch genau das scheint bei seinen Zuschauern anzukommen. Obwohl der junge Schulsprecher erst seit knapp zwei Monaten Videos veröffentlicht, gehen einige seiner Clips bereits viral. Ein Beitrag über die Kreuzzüge knackte die Marke von 300.000 Aufrufen. Rund 6.600 Nutzer folgen seinem Kanal.
An Aufhören denkt er jedenfalls nicht. "Die Zustimmung ist enorm", sagt Wächter im Gespräch mit "Heute". Den Grund für seinen Erfolg sieht er darin, dass es nur wenige konservative Influencer gibt. Obwohl viele Österreicher eher konservative Ansichten vertreten, hätten sich lange nur wenige getraut, diese auch öffentlich zu äußern. Das scheint sich nun langsam zu ändern.
Für Wächter steht fest: Viele Tabus fallen gerade. "Früher war die Jugend sehr links, heute ist das anders", sagt er. Einen Rechtsruck sieht der 18-Jährige dennoch nicht. Seiner Meinung nach werden heute lediglich Ansichten ausgesprochen, die früher kaum jemand öffentlich vertreten wollte. Die Gesellschaft sei nicht rechter geworden – sondern stärker polarisiert.
Mit seinen Videos will Wächter vor allem junge Menschen ermutigen, für ihre Werte einzustehen und die eigene Meinung offen zu sagen. Sein Ziel sei es, kritisches Denken zu fördern und die Meinungsfreiheit zu stärken. "Wer eine Stimme hat, sollte sie auch nutzen", sagt er.