Sie trägt keine Uniform, hat keinen militärischen Rang und braucht auch kein Funkgerät. Trotzdem gehört Nala zu einer der schlagkräftigsten Einheiten der belgischen Armee. Die Hündin ist Mitglied des Special Operations Regiment und unterstützt die Soldaten bei ihren Missionen.
Auf Facebook stellte das belgische Militär seinen ungewöhnlichen Kameraden vor. Nala sei eine verlässliche Partnerin, die eine wichtige Rolle spiele und zum Erfolg der Einsätze beitrage. Dazu veröffentlichte die Armee ein Foto von Militärfotograf Michiel Peeters.
Während Soldaten auf Drohnen, Wärmebildkameras und modernste Technik setzen, verfügen Militärhunde über eine Fähigkeit, die kaum eine Maschine ersetzen kann: ihren außergewöhnlichen Geruchssinn.
Speziell ausgebildete Hunde können Sprengstoff und andere gefährliche Stoffe aufspüren. Außerdem werden sie eingesetzt, um Gebäude, Fahrzeuge und gefährliche Gebiete zu durchsuchen. So können sie Bedrohungen entdecken, bevor Soldaten selbst in Gefahr geraten.
Welche Aufgaben Nala konkret übernimmt, hat die belgische Armee allerdings nicht verraten.
Die Ausbildung der Vierbeiner ist anspruchsvoll. Laut belgischem Militär dauert die Ausbildung zum Streifenhund in der Regel rund drei Monate, jene zum Sprengstoffspürhund durchschnittlich sechs Monate.
Besonders wichtig ist dabei das Vertrauen zwischen Mensch und Tier. Viele belgische Militärhunde leben deshalb bei ihren Hundeführern zu Hause. Die enge Bindung soll dafür sorgen, dass sich beide auch in gefährlichen Situationen aufeinander verlassen können.
Nach ihrer Dienstzeit dürfen Streifenhunde in der Regel bei ihren Hundeführern bleiben und dort ihren Ruhestand genießen.
Nala ist nicht der einzige Vierbeiner aus Belgiens Eliteeinheiten, der für Aufmerksamkeit sorgt. Im Dezember 2025 wurde ein Foto des Militärhundes Zach zum NATO-Foto des Jahres gekürt.
Die Aufnahme entstand bei einer Übung im August 2025. Dabei landeten belgische Kommandosoldaten mit einem Boot an einem Strand. Zach entdeckte einen versteckten Sprengsatz und alarmierte seinen Hundeführer.
Fotografiert wurde der tierische Einsatz von Michiel Peeters, der auch Nala vor die Kamera holte.
Moderne Militärhunde können zusätzlich mit Kameras und spezieller Ausrüstung ausgestattet werden. Damit sehen Soldaten auf einem Bildschirm, was der Hund vor ihnen entdeckt, ohne selbst ein gefährliches Gebiet betreten zu müssen.
Manche Systeme verfügen sogar über Nachtsichttechnik, Wärmebildkameras und Funkverbindungen. Ob Nala solche Geräte verwendet, ist nicht bekannt.
Belgien setzt jedenfalls weiterhin auf seine vierbeinigen Helfer. Ende 2025 kündigte das Verteidigungsministerium an, den Bestand an Militärhunden in den kommenden Jahren auf 250 Tiere erhöhen zu wollen.