Wer heuer nach Spanien, Griechenland, Frankreich oder Portugal reist, sollte vor der Abfahrt einen Blick auf die aktuelle Waldbrandlage werfen. Extreme Hitze und anhaltende Trockenheit sorgen in weiten Teilen Südeuropas für höchste Alarmstufe. Tausende Menschen mussten bereits Hotels, Campingplätze und Wohnhäuser verlassen.
Besonders betroffen sind beliebte Ferienregionen am Mittelmeer. Die gute Nachricht: Mit wenigen Klicks lässt sich prüfen, ob der eigene Urlaubsort aktuell von Bränden betroffen ist.
Ein Blick auf das Europäische Waldbrand-Informationssystem (EFFIS) zeigt: In großen Teilen Portugals, Spaniens, Frankreichs, Italiens und Griechenlands ist die Waldbrandgefahr derzeit sehr hoch oder extrem.
Ob tatsächlich bereits Feuer in der Nähe des Urlaubsortes brennen, zeigt das NASA-System FIRMS. Auch Google Maps hilft weiter: Werden Brände offiziell gemeldet, erscheinen sie als Flammen-Symbol. Beim Antippen gibt es Informationen zur betroffenen Fläche und möglichen Sperren. Zusätzliche Details liefern die Apps und Websites der jeweiligen Behörden.
In Südfrankreich kämpfen Einsatzkräfte gegen mehrere Großbrände. Betroffen sind Regionen an der Mittelmeerküste, das Hinterland der Provence sowie Gebiete nahe der Pyrenäen.
Westlich von Perpignan mussten zuletzt rund 10.000 Menschen ihre Unterkünfte verlassen. Meteorologen warnen zudem vor einer weiteren Verschärfung der Lage. In mehreren Départements – darunter Aude, Hérault, Gard, Vaucluse und Drôme – gilt höchste Waldbrandgefahr. Temperaturen von bis zu 41 Grad könnten die Situation zusätzlich verschärfen.
Auch Spanien bleibt im Griff der Waldbrandgefahr. Besonders angespannt ist die Lage in Katalonien. Dort brennen mehrere Feuer in den Provinzen Barcelona und Girona – nur unweit der beliebten Costa Brava.
Der derzeit kritischste Brand liegt bei Sentmenat, nördlich von Barcelona, und ist nach Angaben der Behörden noch nicht vollständig unter Kontrolle. Wegen der hohen Gefahr wurden sechs Naturgebiete teilweise gesperrt. Darunter befindet sich auch der bei Touristen beliebte Nationalpark Montserrat.
Auch Portugal kämpft mit mehreren Waldbränden. Immerhin gibt es dort erste Entspannung: Das Großfeuer bei Vouzela, rund 80 Kilometer südöstlich von Porto, konnte nach drei Tagen unter Kontrolle gebracht werden.
Dennoch bleibt die Waldbrandgefahr in vielen Landesteilen weiterhin hoch. Reisende sollten aktuelle Warnungen der Behörden beachten.
Auch Griechenland steht unter Beobachtung. Für mehrere Regionen, darunter Athen und die Ferieninsel Kreta, wurde zuletzt wegen Hitze und starkem Wind eine hohe Waldbrandwarnstufe ausgerufen.
Aktive Großbrände auf Kreta sind derzeit zwar nicht bekannt, das Risiko gilt laut EFFIS aber weiterhin als hoch. Urlauber sollten deshalb die Wetterentwicklung und behördliche Hinweise genau verfolgen.