Tanken ist in Niederösterreich im September noch einmal deutlich teurer geworden. Der durchschnittliche Medianpreis für einen Liter Diesel lag bei 2,19 Euro und erreichte damit laut einer aktuellen Analyse des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) einen neuen Monatshöchstwert.
Zum Vergleich: Im August waren es noch durchschnittlich 2,01 Euro pro Liter. Auch Benzin legte kräftig zu. Eurosuper verteuerte sich von 1,78 Euro im August auf durchschnittlich 1,92 Euro im September.
Aktuelle Daten der E-Control zeigen, wie hoch das Preisniveau zuletzt war: Am 25. September lag der Diesel-Median in Niederösterreich sogar bei 2,244 Euro, Super 95 bei 1,937 Euro.
Für Pendler kann das ordentlich ins Geld gehen. Ein Diesel-Pkw mit einem Verbrauch von sieben Litern kostet derzeit rund 15,30 Euro Sprit pro 100 Kilometer. Wer mit fünf Litern auskommt, zahlt rund 10,90 Euro. Das sind 4,40 Euro weniger auf derselben Strecke.
Noch höher fällt die Rechnung bei Spritfressern aus: Bei acht Litern Diesel sind es rund 17,50 Euro pro 100 Kilometer. Ein Benziner mit demselben Verbrauch kommt auf rund 15,40 Euro. Der VCÖ macht unter anderem die angespannte Lage im Nahen Osten sowie den weiterhin hohen Treibstoffverbrauch für die hohen Preise verantwortlich.

"Wir in Österreich haben keine Möglichkeit, das Angebot an Treibstoffen zu erhöhen. Wir haben aber Einfluss auf unsere Nachfrage und auch die Fähigkeit, den Spritverbrauch deutlich zu reduzieren", sagt VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk.
Der Verkehrsclub fordert deshalb auch politische Maßnahmen. Konkret vorgeschlagen werden vorübergehend niedrigere Tempolimits, eine Spritspar-Kampagne und ein zeitlich begrenzter Rabatt von 20 Prozent auf österreichweite und regionale Klimatickets.
Auch Unternehmen sollen stärker eingebunden werden und Beschäftigte etwa mit Öffi-Jobtickets, Jobrädern oder Fahrgemeinschaften unterstützen.
Autofahrer können laut VCÖ aber auch selbst sparen. Wer langsamer und vorausschauend fährt, rasch in einen höheren Gang schaltet und unnötiges Beschleunigen vermeidet, senkt den Verbrauch. Auch Dachboxen, falscher Reifendruck oder eine stark eingestellte Klimaanlage erhöhen den Spritbedarf.