Bittere Nachrichten für Bier-Fans im Wienerwald: Über die Cetius Mons Braumanufaktur GmbH, besser bekannt als Gablitzer Privatbrauerei, wurde am Mittwoch am Landesgericht St. Pölten ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet.
Das Unternehmen betreibt seine Brauerei in Purkersdorf (Bezirk St. Pölten-Land). Laut Angaben der Schuldnerin belaufen sich die Verbindlichkeiten auf rund 863.000 Euro. Betroffen sind rund 28 Gläubiger.
Als Gründe für die Zahlungsprobleme nennt das Unternehmen vor allem den europaweit rückläufigen Bierkonsum und ein geändertes Konsumverhalten.
Die Brauerei soll fortgeführt und saniert werden. Geplant ist eine Sanierung samt Fortbetrieb. Den Gläubigern wird eine Quote von 20 Prozent angeboten, die innerhalb von zwei Jahren nach Annahme des Sanierungsplans bezahlt werden soll.
"Der angebotene Sanierungsplan soll aus dem Fortbetrieb des schuldnerischen Unternehmens nach Umsetzung eines Sanierungskonzeptes finanziert werden", erklärt Nemanja Stojanovic vom Kreditschutzverband 1870.
Zur Insolvenzverwalterin wurde Christine Riess bestellt. Gläubiger können ihre Forderungen bis 10. November 2026 anmelden. Die allgemeine Prüfungs- und Berichtstagsatzung findet am 24. November statt, über den Sanierungsplan soll am 22. Dezember verhandelt werden.
Ob die traditionsreiche Bierproduktion damit langfristig gesichert werden kann, entscheidet sich nun in den kommenden Monaten.