Es war der letztmögliche Tag – nach seiner mittlerweile zehnten Kehlkopfoperation trat der burgenländische Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) am Freitag im Landtag ans Rednerpult, um seine Budgetrede zu halten.
Doskozil plant für 2026 ein Sparpaket mit Augenmaß. Vor allem im Sozialbereich, wo es zuletzt zu starken Ausgabensteigerungen kam, soll angesetzt werden. Gleichzeitig will das Land 750 Millionen Euro zusätzlich lukrieren – durch den Verkauf von Beteiligungen und Wohnbaudarlehen.
Dieses Geld soll in notwendige Investitionen – etwa in Spitäler – sowie in die Rückzahlung von Schulden fließen. Bis 2028 soll der Schuldenstand auf maximal 600 Millionen Euro sinken. Der Landtag soll dazu im Jänner eine gesetzliche Schuldenbremse beschließen.
In seiner Rede richtete er sich auch mit strengen Worten an die Opposition. Er fordert sie auf, sachlich über das burgenländische Budget zu diskutieren. Bislang würden sie nämlich einer sachlichen Debatte weichen und das "Burgenland, die Holding, die Arbeiter schlecht reden".