Am Flughafen Wien übernimmt ab Ende Oktober ein neuer Anbieter die Bodenabfertigung. Das Verkehrsministerium hat den Zuschlag an die Joint Sky Services GmbH vergeben. Das burgenländische Unternehmen wurde erst wenige Tage vor der ursprünglichen Ausschreibungsfrist gegründet.
Insgesamt hatten sich fünf Unternehmen um die Lizenz beworben. Laut Verkehrsministerium erfolgte die Auswahl nach den gesetzlich vorgesehenen Kriterien. Ausschlaggebend seien unter anderem ein reibungsloser Betrieb und die Gewährleistung der Sicherheit am Flughafen gewesen.
Mit der Entscheidung endet die Tätigkeit der Airline Assistance Switzerland AG (AAS) als zweiter Bodenverkehrsdienstleister am Flughafen Wien. Die Lizenz des Unternehmens läuft am 24. Oktober aus. Ab 25. Oktober übernimmt Joint Sky Services die Bereiche Gepäckabfertigung, Fracht- und Postabfertigung sowie Vorfelddienste. Die neue Bewilligung gilt bis 22. Oktober 2033, berichtet "Austrian Wings".
Die AAS betreut am Flughafen Wien rund zwei Dutzend der insgesamt etwa 65 Fluggesellschaften, darunter Ryanair, Turkish Airlines sowie die IAG-Airlines Iberia und British Airways.
Nach Angaben des Verkehrsministeriums gehen die bestehenden Arbeitsverhältnisse im Zuge des Betriebsübergangs automatisch auf den neuen Betreiber über.
Die Ausschreibung für die neue Lizenz war im Dezember gestartet. Ursprünglich sollten die Angebote bis 30. Jänner eingereicht werden, später wurde die Frist auf den 20. Februar verlängert. Die Joint Sky Services GmbH wurde laut Gesellschaftsvertrag am 27. Jänner gegründet und am 12. Februar ins Firmenbuch eingetragen.
Laut "WirtschaftsCompass" sind Florian Samsinger und Martin Stift Geschäftsführer des Unternehmens. Eigentümer sind jeweils zur Hälfte die britische International Airport Services Holding Ltd und die niederländische Sky Magnum B.V.