Autoriese Stellantis (Alfa Romeo, Lancia, Citroën, Fiat, Opel, Peugeot u.a.) stellt sich neu auf und verkauft sein Carsharing-Geschäft Free2move. Das Unternehmen gab am Dienstag bekannt, dass die gesamte Beteiligung an die deutsche Beteiligungsgesellschaft Mutares geht. Der Abschluss der Transaktion wird – vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen und weiterer üblicher Bedingungen – bis Ende 2026 erwartet.
Free2move betreibt in 14 Städten Europas und der USA einen Carsharing-Dienst, bei dem Autos flexibel per App gemietet und wieder abgestellt werden können. Neben kurzfristigen Buchungen bietet das Unternehmen auch längerfristige Mietmodelle an.
Mit dem Verkauf will sich Stellantis künftig stärker auf sein Automobilgeschäft konzentrieren. "Durch die Schärfung unseres Fokus auf das automobile Kerngeschäft stärken wir unsere Fähigkeit, langfristig Leistung zu erbringen", sagt Virgilio Cerutti, Head of Business Development & Partnerships bei Stellantis.
Für Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeiter soll sich während der Übergangsphase möglichst wenig ändern. "Wir legen großen Wert darauf, eng mit allen Beteiligten zusammenzuarbeiten, um einen reibungslosen Übergang für Kunden, Partner und Mitarbeiter zu gewährleisten", so Cerutti.
Für Mutares ist die Übernahme der Einstieg in den Mobilitätsmarkt. Das Unternehmen kündigt an, das internationale Flottenmanagement neu auszurichten, den Anteil batterieelektrischer Fahrzeuge weiter auszubauen und das Angebot noch stärker an den Bedürfnissen der Kunden und Städte auszurichten.
Als eigenständiges Unternehmen soll Free2move außerdem schneller auf Marktveränderungen reagieren und gezielter investieren können. "Das Carsharing-Geschäft von Free2move vereint eine starke, international anerkannte Marke mit einem klaren Potenzial für operative Verbesserungen im Rahmen der geplanten Herauslösung von Stellantis", sagt Johannes Laumann, CIO von Mutares.
Er ergänzt: "Gemeinsam mit dem Managementteam freuen wir uns darauf, das Betriebsmodell von Free2move zu stärken und das Unternehmen zu einer eigenständigen, führenden Plattform im Mobilitätssektor weiterzuentwickeln."
Bevor der Eigentümerwechsel endgültig vollzogen werden kann, müssen noch Arbeitnehmervertretungen informiert und eingebunden sowie die erforderlichen behördlichen Genehmigungen eingeholt werden.