FPÖ fordert Aus

Drogennadel am Spielplatz - Drogenhilfe soll weg

Ein Mädchen (5) verletzte sich beim Rutschen auf einem Spielplatz in Wien-Mariahilf an einer Drogennadel. Jetzt fordert die FPÖ Konsequenzen.
19.10.2026, 21:47
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Mädchen rutscht am Spielplatz in Drogennadel – Klinik!
zVg

Ein Spielplatzbesuch endete für eine Wiener Familie am Wochenende im Krankenhaus: Ein fünfjähriges Mädchen rutschte im Minna-Lachs-Park in Wien-Mariahilf eine Rutsche hinunter und stach sich dabei bei der Landung im Rindenmulch an einer herumliegenden Nadel in den Finger.

"Gefahr auf Spielplätzen"

Für FP-Abgeordneten Leo Lugner ist der Vorfall ein weiterer Beleg dafür, dass die bisherigen Maßnahmen gegen die Drogenprobleme im Bezirk nicht ausreichen. "Es ist ein Skandal, dass Kinder auf Spielplätzen solchen Gefahren ausgesetzt sind", so der FPÖ-Politiker. Er fordert ein rasches Eingreifen der Stadtregierung.

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Suchthilfezentrum soll weg

Konkret verlangt Lugner die Verlegung des Suchthilfezentrums Jedmayer in ein Gewerbegebiet am Stadtrand. Die Einrichtung nahe der U6-Station Gumpendorfer Straße bietet unter anderem medizinische Betreuung, Beratung und Spritzentausch für drogenabhängige Menschen an. Die FPÖ kritisiert seit Jahren den Standort mitten im dicht besiedelten Wohngebiet.

Drogenprobleme trotz Schutzzone

Rund um die U6-Station Gumpendorfer Straße sorgt die Drogenszene seit Jahren für Beschwerden. Seit Mai gilt im Bereich des Fritz-Imhoff-Parks eine polizeiliche Schutzzone. Dennoch berichten Anrainer weiterhin von Drogenkonsum und herumliegenden Spritzen in benachbarten Grünanlagen.

Jedmayer soll absiedeln

Die FPÖ drängt deshalb erneut auf eine Absiedelung des Jedmayer. Die Stadt Wien hält eine Verlegung der Einrichtung bisher nicht für zielführend. Nach dem jüngsten Vorfall dürfte die Debatte um den Standort nun wieder an Fahrt aufnehmen.

red, 19.10.2026, 21:47