"Powerbank" aus Post-Autos

E-Autos sollen Stromspeicher für unterwegs werden

In NÖ testen Post, EVN und Netz NÖ eine neue Technologie. Elektroautos könnten künftig nicht nur laden, sondern auch Strom zurück ins Netz liefern.
Victoria Carina  Frühwirth
10.03.2026, 15:18
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In Mautern an der Donau läuft derzeit ein Test, der für viele Haushalte in Niederösterreich künftig spürbare Vorteile bringen könnte. Die Österreichische Post, die EVN und Netz Niederösterreich prüfen, ob Elektroautos auch als Stromspeicher genutzt werden können.

Strom ins Auto und wieder zurück

Fünf Elektrofahrzeuge werden dabei nicht nur geladen, denn die Autos können Strom auch wieder zurück ins öffentliche Netz schicken. Möglich macht das eine neue Technik namens "bidirektionales Laden".

Der Strom kommt unter anderem von einer Photovoltaikanlage auf dem Dach der Postbasis. Wenn die Zustellfahrzeuge nach ihrer Tour am Nachmittag oder am Wochenende stehen, wird der Strom in den Batterien gespeichert. Später kann er wieder abgegeben werden, wenn im Netz mehr Energie gebraucht wird.

Stromnetz für Haushalte stabiler

Für die Bevölkerung könnte das mehrere Vorteile bringen. Wenn mehr Strom gespeichert werden kann, lässt sich überschüssige Sonnenenergie besser nutzen. Gleichzeitig kann das Stromnetz stabiler werden, etwa wenn viele Haushalte gleichzeitig Strom brauchen. Langfristig kann das helfen, Energie effizienter zu nutzen.

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"Das bidirektionale Laden ist ein möglicher nächster Schritt: Wenn der Praxistest gelingt, könnte unsere E-Flotte zu einem dezentralisierten Speichersystem werden. Schon heute betreiben wir über 6.000 E-Fahrzeuge, mehr als 20 Megawatt peak Photovoltaik und ein österreichweit dichtes Netz an Ladepunkten. Dieses Projekt zeigt, welches Potenzial in unserer Infrastruktur steckt, für die Post und für die Energiewende in Österreich", sagt Peter Umundum, Generaldirektor-Stellvertreter und Vorstand für die Österreichische Post AG.

Idee auf breiter Ebene ab 2027 umsetzbar

Auch die EVN will mit dem Projekt Erfahrungen sammeln. "Wir brauchen bidirektionales Laden, um Elektrofahrzeuge künftig noch intelligenter in das Energiesystem einzubinden und wertvolle Flexibilität bereitzustellen. Gemeinsam mit der Post setzen wir einen innovativen Schritt, um diese Technologie in der Praxis zu erproben", erklärt Stefan Stallinger, Technikvorstand der EVN.

Noch fehlen in Österreich die rechtlichen Regeln für diese Technik. Fachleute gehen derzeit davon aus, dass bidirektionales Laden ab Anfang 2027 möglich werden könnte. Dann könnten Elektroautos nicht nur fahren und laden, sondern auch helfen, das Stromnetz zu entlasten.

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