Elektroautos laden, wenn viel Wind- und Sonnenstrom verfügbar ist, und Batterien speichern Energie für später: Ein neues EU-Forschungsprojekt unter Grazer Leitung untersucht, wie solche Maßnahmen das Stromnetz entlasten können. Auch künstliche Intelligenz soll dabei helfen.
Das Projekt "CREED" ist am 1. Oktober gestartet und läuft 30 Monate. Unter der Koordination der Virtual Vehicle Research GmbH aus Graz arbeiten neun Partner daran, den Stromverbrauch flexibler zu gestalten. Ziel ist es, erneuerbare Energie besser zu nutzen, ohne die Bedürfnisse der Verbraucher einzuschränken.
Dafür wollen die Forscher unter anderem Elektroautos, Wärmepumpen und Wärmespeicher digital abbilden und ihren Energiebedarf besser vorhersagen.
Mithilfe mathematischer Optimierung und künstlicher Intelligenz soll ermittelt werden, wann diese Geräte Strom beziehen oder Energie speichern können. Außerdem untersucht das Projekt, wie sich flexible Kapazitäten lokal koordinieren und handeln lassen.
Die entwickelten Ansätze werden an sieben Pilotstandorten in Österreich, Deutschland, Portugal und Tschechien getestet. Beteiligt sind neun Forschungseinrichtungen und Unternehmen.
Das Gesamtbudget beträgt rund 1,29 Millionen Euro. Finanziert wird "CREED" im Rahmen der "Clean Energy Transition Partnership" und mit Unterstützung der Europäischen Union.