Damit liegt Niederösterreich bundesweit auf Platz zwei. Nur Wien verzeichnete mit 622 Fällen noch mehr Unfälle. Dahinter folgen Oberösterreich mit 425 und die Steiermark mit 354 Fällen.
Besonders auffällig ist der rasante Anstieg in Niederösterreich. 2023 waren noch 263 Unfälle mit Personenschaden (also Verletzten) registriert worden, 2025 bereits 516. Innerhalb von nur zwei Jahren hat sich die Zahl damit beinahe verdoppelt. Allein von 2024 auf 2025 gab es ein Plus von rund 36 Prozent.
Auch österreichweit zeigt die Kurve steil nach oben. 2025 wurden insgesamt 2.749 E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden gezählt. 2023 waren es noch 1.762. Das entspricht einem Anstieg von rund 56 Prozent.
Sechs Menschen starben im Vorjahr bei E-Scooter-Unfällen, 473 wurden schwer und weitere 2.124 leicht verletzt.
Der ÖAMTC warnt vor allem vor der Kombination aus hoher Geschwindigkeit, kleinen Rädern und einer instabilen Fahrposition. Gehsteigkanten, Unebenheiten oder abrupte Lenkbewegungen könnten rasch schwere Stürze auslösen.
"Die Auswirkungen von Alkohol auf die Fahrfähigkeit werden von vielen unterschätzt. Aufgrund der instabileren Fahrposition wirken sich die Einschränkungen viel stärker aus als bei anderen Fahrzeugen", erklärt ÖAMTC-Verkehrstechniker Christoph Schönlechner.
Alkohol spielt laut der Untersuchung besonders in den Abend- und Nachtstunden eine Rolle. Alkoholisierte Fahrer verletzen sich demnach häufiger schwer und erleiden verstärkt Verletzungen an Kopf, Gesicht und Brustkorb.
Auch beim Helm sieht der Mobilitätsclub großen Nachholbedarf. Nur rund jeder zehnte E-Scooter-Fahrer trägt derzeit einen. Der ÖAMTC fordert deshalb erneut eine altersunabhängige Helmpflicht.