Frau in Isolierstation

Ebola-Verdacht: Jetzt spricht der Arzt der Patientin

Eine Oberösterreicherin soll sich mit dem Ebola-Virus infiziert haben. Nun ist sie in einem Wiener Spital. Dort sei man gut vorbereitet.
Newsdesk Heute
28.05.2026, 20:59
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Nach einer Uganda-Reise zeigten sich bei einer Frau aus dem Mühlviertel erste Symptome des Ebola-Virus. Wie bereits berichtet, wurde die Patientin mittels eines Spezialfahrzeugs von Linz aus in die Klinik Favoriten gebracht und befindet sich dort auf einer Isolierstation.

Obwohl es sich bisher nur um einen Verdachtsfall handelt, waren die Maßnahmen streng. Gegenüber "Heute" hieß es, dass die Aufnahme "unter höchsten Sicherheits- und Hygienestandards" durch die Experten der Infektiologie des Spitals erfolgte.

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Arzt zeigt sich optimistisch

Im Gespräch mit der "Krone" hat sich nun auch der behandelnde Arzt der Oberösterreicherin Dr. Christoph Wenisch zu den Maßnahmen, dem Behandlungsablauf und zur Gefährlichkeit der Krankheit geäußert.

Im Gespräch mit der Zeitung betonte Wenisch, dass die Sonderintensiv-Isolierstation extra dafür gebaut wurde, "Patienten mit Infektionen durch hochpathogene Erreger zu behandeln". Demnach würde sie aus drei speziell geschleusten Zimmern bestehen, in denen ein Unterdruck herrsche. Dadurch werde Luft hineingesaugt, damit nichts nach draußen dringen könne. Zudem würde das Personal stets Schutzanzüge tragen.

Das Wichtigste sei nun aber zu klären, ob sich der Verdacht überhaupt bestätigt. Auch im Falle einer tatsächlichen Ebola-Infektion zeigte sich der Mediziner zuversichtlich. Er gehe davon aus, dass die Frau wieder gesund werde, da die Behandlungsmöglichkeiten in Wien exzellent seien. Dennoch gab Wenisch zu bedenken, dass man bei der neuen Variante des Virus "keine jahrzehntelangen Erfahrungswerte" habe. Aufgrund seiner 30-jährigen Erfahrung sollte es aber zu schaffen sein, so der Arzt.

Kein neues Corona

Wenisch erklärte, dass Ebola in der Regel mit grippeähnlichen Symptomen beginne. Bei schweren Verläufen könne es dann zu Durchfall, Veränderungen des Blutbilds, der Leberfunktion, Nierenfunktion und Atmungsfunktion kommen.

Gleichzeitig sagte der Infektiologe, dass Ebola nicht das neue Corona werden könne. Das Virus werde nämlich nicht über die Luft übertragen. Bei Ebola handle es sich um eine Schmierinfektion. Für eine Übertragung sei engerer und längerer Kontakt notwendig. Zudem seien Ausbrüche immer lokal geblieben. Dies hänge auch mit "antiepidemischen Maßnahmen" zusammen. Laut Wenisch würden die Gesundheitsbehörden nicht schlafen und mögliche Kontaktpersonen finden sowie isolieren.

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