Handwerksbetrüger haben aktuell Hochsaison – dabei ziehen vermeintliche Handwerker von Haus zu Haus, halten gezielt nach sanierungsbedürftigen Dächern oder Fassaden Ausschau und locken mit angeblich günstigen Angeboten.
Für Betroffene wird es dann oft teuer. Ein Ehepaar aus Niederösterreich blechte für ein hingepfuschtes Carport-Dach samt schlecht gemachter Regenrinne ganze 4.000 Euro. "Er hat mir am Anfang vorgerechnet, dass es nur 1.700 Euro kosten würde", so die Hausbesitzerin in der ORF-Sendung Akte Betrug am Freitag, den 17. April 2026, um 21.15 Uhr. "Die Arbeiter haben uns bedrängt", legt sich ihr 75-jähriger Mann fest.
Das Bundeskriminalamt spricht von "100 bis 200 Fällen jährlich, die zur Anzeige gebracht werden". Der Schaden belaufe sich auf 1.000.000 Euro, die Dunkelziffer ist vermutlich hoch.
Im ORF-Investigativ-Magazin wird auch ein weiterer, besonders heikler Fall unter die Lupe genommen: Dabei erklärt "Heute"-Chefreporter Christian Tomsits aus Wien-Floridsdorf vom blutigen Ende eines Streits zwischen einem Hausbesitzer und der Schwarzarbeiter-Gruppe.
Wie berichtet, zückte der Wiener eine Waffe aus der Tiefkühltruhe und schoss auf einen Mann. Die Mutter spricht nun erstmals im TV. "Das war ein Rumäne oder ein Ungar – die haben von meinem Sohn Geld verlangt".
Seine Anwältin Astrid Wagner glaubt nicht, dass der Verdächtige, der sich schon bald wegen Mordversuchs vor Gericht verantworten muss, eine böse Absicht gehabt hätte. Die Handwerker kommen übrigens ohne Strafe davon. Die Unschuldsvermutung gilt.