5. Jahrestag in Wien

Emotionales Gedenken am Jahrestag des Terror-Anschlags

Fünf Jahre nach dem Terroranschlag in Wien gedachten die Spitzen von Republik und Stadt Wien der Opfer, legten in der City einen Kranz nieder.
Thomas Peterthalner
02.11.2025, 15:08
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Genau vor fünf Jahren erschütterte ein Terroranschlag in der Wiener City die Welt. Neun Minuten lang feuerte ein IS-Attentäter am 2. November 2020 wahllos auf Menschen, insgesamt vier Personen kamen dabei ums Leben – 23 weitere Personen wurden schwer verletzt.

Feierliches Gedenken an die Opfer

Sonntag (2.11.) wurde den Opfern am Desider-Friedmann-Platz in Wien feierlich gedacht. Bei der Gedenkzeremonie mit dabei waren Innenminister Gerhard Karner (VP), Vizekanzler Andreas Babler (SP), Bürgermeister Michael Ludwig (SP), Ex-Bundeskanzler Karl Nehammer,  Staatssekretär Jörg Leichtfried, Abgeordnete Martina von Künsberg (Neos), der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit Franz Ruf und der Wiener Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl teil. Ein Quartett der Wiener Polizeimusik spielte auf.

"Geliebte Menschen verloren"

"Fünf Jahre nach dem Anschlag in Wien gedenken wir der Menschen, die am 2. November 2020 mitten aus dem Leben gerissen wurden. Meine Gedanken sind bei all jenen, die an diesem Tag einen geliebten Menschen verloren haben. Unsere freie Gesellschaft ist keine Selbstverständlichkeit. Wir müssen sie verteidigen und null Toleranz gegenüber jenen zeigen, die sie gefährden", so Bundeskanzler Christian Stocker (VP) in einem Statement. Der Kanzler konnte aufgrund einer Rückenoperation heuer selbst nicht mit dabei sein.

Die Gedenkstätte in der Wiener City.
MAX SLOVENCIK / APA / picturedesk.com

"Wir stehen zusammen"

"Dieser Tag mahnt uns, als Gesellschaft zusammenzustehen und das Gemeinsame hochzuhalten. Wir lassen uns durch Gewalt und Hass nicht einschüchtern. Wir stehen zusammen", so Vizekanzler Andreas Babler (SP).

Terror am Vorabend von Lockdown

Kurz vor 20 Uhr hatte der damals 20-jährige Islamist am 2. November 2020 seinen schrecklichen Plan in die Tat umgesetzt. Es war der Vorabend des Corona-Lockdowns, als der in Weiß gekleidete Täter vom Desider-Friedmann-Platz aus mit einer Waffe in Richtung Fleischmarkt feuerte. Ein 21-jähriger Österreicher wurde bei der Jerusalemstiege tödlich getroffen – das erste Todesopfer, drei weitere folgten.

Ex-Bundeskanzler Karl Nehammer war bei der Kranzniederlegung in Wien mit dabei.
MAX SLOVENCIK/APA/picturedesk.com

"In Gedächtnis eingegraben"

"Das heutige Gedenken steht im Zeichen der Opfer des Attentats vom 2. November 2020 und ihrer Angehörigen und Hinterbliebenen. Dieser terroristische Angriff hat sich nicht nur in das kollektive Gedächtnis unseres Landes eingegraben, sondern er war vielmehr auch Ausgangspunkt für zahlreiche Weiterentwicklungen in der Polizei und im Staatsschutz", so Innenminister Gerhard Karner (VP).

"Lassen uns nicht von Terror lähmen"

"Die Nacht des 2. November 2020 markiert eine schwere Zäsur in der Geschichte unserer Stadt. Doch trotz des Schreckens, den wir erlebt haben, lassen wir uns nicht von Gewalt und Terrorismus lähmen", so Bürgermeister Michael Ludwig (SP).

Ludwig dankt Helfern

"Wien steht für Zusammenhalt und Solidarität, und wir werden immer gegen Extremismus und Menschenfeindlichkeit kämpfen. Diese tragischen Ereignisse haben gezeigt, wie stark wir als Stadtgemeinschaft sind und wie entschlossen wir Hass und Terror gemeinsam entgegentreten. Heute wie damals sind wir mit unseren Gedanken bei den Opfern und jenen, die wir am Tag des Anschlags verloren haben. Gleichzeitig möchten wir den zahlreichen Helferinnen und Helfern danken, die in den schweren Stunden nach dem Anschlag unermüdlich im Einsatz waren", so Ludwig.

"Der heutige Tag führt uns schmerzhaft vor Augen, was Hass und Gewalt in einer Gesellschaft anrichten können", so Staatssekretär Jörg Leichtfried (SP).

Reformen nach Anschlag

Mit der Reform des Verfassungsschutzes und der Einrichtung der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) auf Basis des neuen Staatsschutz- und Nachrichtendienstgesetzes (SNG) wurde ein grundlegender Modernisierungsschritt gesetzt. Die DSN hat ihre internationale und nationale Zusammenarbeit deutlich intensiviert und legt einen besonderen Schwerpunkt auf Extremismusprävention, Deradikalisierung und gesellschaftliche Resilienz.

{title && {title} } pet, {title && {title} } 02.11.2025, 15:08
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