Ein starkes Erdbeben hat den Norden Japans erschüttert. Der Erdstoß vor der Nordküste des Landes hatte am Montag eine Stärke von 7,2, wie die japanische Meteorologiebehörde mitteilte. Eine Tsunami-Warnung wurde ausgelöst für Küstengebiete auf Hokkaido sowie für die Präfekturen Aomori und Iwate. Laut der Behörde könnten nun Wellen von bis zu drei Metern Höhe die Nordostküste treffen.
Atomkraftwerke in den vom Erdbeben betroffenen Regionen Japans führen nach dem Vorfall Sicherheitsüberprüfungen durch, berichtet der öffentlich-rechtliche Sender NHK. Die US-Erdbebenwarte bezifferte das Beben vorläufig sogar mit einer Stärke von 7,6, wie Sky News berichtet.
Das Beben hat sich um 23.15 Uhr Ortszeit (15.15 Uhr österreichischer Zeit) ereignet – rund 70 Kilometer vor der Küste des Landes und in einer Tiefe von etwa 53 Kilometern. Ein Beben dieser Stärke ist selten und gilt als starkes bis sehr starkes Erdbeben, das über weite Gebiete schwere Schäden verursachen kann – mit erheblicher Zerstörung und möglichen Todesopfern.