Nur ein paar Tage nach dem tödlichen Schuss auf Border Collie "Cooper" in Oberösterreich wurde jetzt erneut ein Hund von einem Jäger in der Steiermark erschossen. Die Husky-Mischlingshündin "Bailey" hatte keine Chance. Angeblich wurde auch sie wieder mit einem Fuchs verwechselt.
Am 13. Jänner wurde "Bailey" von einer Hundesitterin und deren Freundin abends im Mürztal ausgeführt, wo es zu der schrecklichen Tragödie gekommen war. Im Wohnort sind die Hunde ortsbekannt, weshalb sich die Dame auch nichts dabei dachte, "Bailey" kurz von der Leine zu lassen, um nach dem Spaziergang noch etwas in einem Heulager zu erledigen. Leider dürfte die Hündin den uneingezäunten Hof in dieser Zeit verlassen haben, was sie mit dem Leben bezahlte.
Auf einem Hochsitz, keine 300 Meter weiter, wollte der zuständige Jäger die Fuchspopulation eindämmen und hatte auch zuvor Köder ausgelegt, da es angeblich einige Räudefälle gab. Trotz Halsband und Reflektorweste landete Bailey vor der Flinte und wurde erschossen. Die junge Frau war tief betroffen, als der Jäger den toten Hund mit einem "Ich habe nicht genau gesehen, was es ist. Es tut mir leid." in den Hof brachte.
Da es sich um einen beliebten Spazierweg handelt und der Hund prinzipiell sichtbar war, nahm die Polizei jetzt die Ermittlungen in diesem Fall auf. Der Kleinen Zeitung wurde berichtet, dass die Hündin mit einem Schrotgewehr, ungefähr in einem Abstand von 20 bis 30 Meter erlegt wurde. Auch wenn der Alkotest negativ ausgefallen war, würde man nun bei der Staatsanwaltschaft und Bezirkshauptmannschaft Anzeige erstatten.