Tierische Verzögerung in Wien

Erst 2027, aber das "Rüsselhündchen" muss man sehen

Der Tiergarten Schönbrunn bekommt außergewöhnliche neue Bewohner. Für die seltenen Tiere müssen sich Besucher allerdings noch etwas gedulden.
13.10.2026, 15:32
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Sie sehen aus wie wandelnde Tannenzapfen, sind in freier Wildbahn stark bedroht und in europäischen Zoos eine echte Rarität: Chinesische Schuppentiere sollen künftig im Tiergarten Schönbrunn zu bestaunen sein! Mit der geplanten Ankunft eines Pärchens wird der Wiener Zoo zu einer von nur wenigen europäischen Einrichtungen, die diese anspruchsvollen Säugetiere halten. Die Hoffnung ist groß, dass sogar Nachwuchs gelingt und damit ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz geleistet werden kann.

Kleine Rüsselhündchen und fliegende Nektarschlürfer

Doch die Schuppentiere sind längst nicht die einzigen tierischen Überraschungen. Auch Rotschulter-Rüsselhündchen sollen im neuen Regenwaldhaus einziehen. Die flinken Säugetiere aus Ostafrika erinnern mit ihrer langen, beweglichen Schnauze an winzige Elefanten und sind auf die Jagd nach Insekten spezialisiert.

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Im Regenwaldhaus sind die Bauarbeiten in vollem Gange.
©zoovienna

Besonders spektakulär wird auch die neue Anlage für Blumenfledermäuse. Die kleinen Flugkünstler ernähren sich von Nektar und Pollen und können mit ihren langen Zungen bis zu 1.000 Blüten pro Nacht besuchen. In einer eigens gestalteten Anlage wird der Tag-Nacht-Rhythmus künstlich umgekehrt, damit Besucher die nachtaktiven Tiere beobachten können.

Größere Schäden verzögern Wiedereröffnung

Eigentlich hätte das seit 2022 geschlossene Regenwaldhaus noch heuer seine Pforten öffnen sollen. Doch daraus wird nichts: Wie Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck gegenüber dem ORF erklärte, wurden bei der Generalsanierung größere Schäden an der Bausubstanz entdeckt als ursprünglich erwartet. Zusätzlich wird das Gebäude nach einem völlig neuen Konzept umgestaltet.

Nun soll das Regenwaldhaus Anfang 2027 wiedereröffnet werden. Auch das geplante Artenschutz-Aquarium verzögert sich und dürfte statt 2028 erst 2029 fertiggestellt werden.

Für Tierfreunde dürfte sich das Warten allerdings lohnen: Neben den außergewöhnlichen Neuzugängen sollen auch bedrohte Batagur-Flussschildkröten und weitere faszinierende Regenwaldbewohner ein neues Zuhause erhalten. Wann die einzelnen Tierarten tatsächlich zu sehen sein werden, steht noch nicht endgültig fest.

red, 13.10.2026, 15:32
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