Die Preise für Sprit sind seit dem israelisch-amerikanischen Angriff auf den Iran massiv angestiegen. Preise jenseits der Zwei-Euro-Marke für einen Liter Treibstoff sind keine Ausnahmen mehr. Die Teuerung veranlasste die Bundesregierung auch zur Einführung einer Spritpreisbremse.
Am Mittwochabend meldet sich auch Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) zu Wort. In einem Beitrag auf Social Media erklärte sie: "Die geopolitischen Spannungen rund um den Iran zeigen erneut, wie verletzlich globale Energie- und Lieferketten sind. Wenn Ressourcen knapper werden oder Preise steigen, geht es nicht um politische Lager, sondern um klare Kosten-Nutzen-Entscheidungen."
Genau deshalb lohne es sich, "einfache und wirksame Maßnahmen" in den Fokus zu rücken. Im Bereich der Mobilität etwa ortet sie "enormes Potenzial". "Ein freiwilliges Tempo 100 auf Autobahnen ist ein pragmatischer Ansatz: keine zusätzlichen Kosten, kaum Einschränkungen, aber ein unmittelbarer Effekt auf den Verbrauch", schlägt sie eine freiwillige Temporeduktion vor.

So könne der Spritverbrauch um bis zu 25 Prozent gesenkt werden, heißt es. Auch der richtige Reifendruck mache einen spürbaren Unterschied. Darauf machten neben der Politikerin zuletzt auch Experten von der ASFINAG aufmerksam.
Die Politikerin erklärt, dass dem Ganzen ein "einfacher ökonomischer Grundsatz" zugrunde liegt. Wird ein Gut knapper, müsse es effizient genutzt werden. Durch einen geringeren Verbrauch würden Abhängigkeiten von unsicheren Lieferketten reduziert und gleichzeitig die Nachfrage stabilisiert.
"Das ist kein moralischer Appell, sondern rationales Handeln", stellt die Staatssekretärin fest. Dann spricht sie einen zusätzlichen Nebeneffekt an. "Jede eingesparte Einheit Energie ist auch ein Beitrag zum Klimaschutz. Ohne neue Technologien, ohne große Investitionen, sondern durch bewusstes Verhalten im Alltag", so Zehetner.
Spritsparen würde drei zentrale Ziele verbinden: Wirtschaftliche Vernunft, Versorgungssicherheit und Klimaschutz, ist die Politikerin überzeugt. Es sei kein Symbol politischer Haltung, sondern Ausdruck von Verantwortung. Gerade jetzt brauche es diesen pragmatischen und lösungsorientierten Zugang. Die besten Lösungen, so schließt Zehetner ihren Beitrag, entstünden dort, "wo wir nicht in Lagern denken, sondern gemeinsam handeln".