Er sorgte bereits mit seiner Teilnahme für hitzige Debatten. Nun steht fest: Gil Ofarim (43) ist Dschungelkönig. Der Sänger setzte sich im großen Finale gegen Samira Yavuz (32) und Hubert Fella (58) durch und schreibt damit Fernsehgeschichte – allerdings keine unumstrittene.
Kaum ein Kandidat polarisierte in dieser Staffel so sehr wie Ofarim. Seit Beginn des Camps wurde über seine Vergangenheit, seine Aussagen und sein Auftreten diskutiert. Trotzdem – oder gerade deshalb – trugen ihn die Zuschauer Runde für Runde weiter, bis ganz nach oben.
Im Camp selbst zeigte sich Gil zuletzt überraschend gelöst. Während er zu Beginn noch davon ausging, als Erster zu fliegen und in jeder Prüfung gewählt zu werden, entwickelte sich seine Zeit im Dschungel zu einer regelrechten Heldenreise. Mit jedem überstandenen Tag wirkte er sicherer, offener und emotionaler.
Auch finanziell ist der Sieg ein Volltreffer: Bereits für seine Teilnahme kassierte Ofarim angeblich eine Gage von über 350.000 Euro brutto. Mit dem Sieg kommen weitere 100.000 Euro Preisgeld hinzu. Insgesamt fast eine halbe Million Euro. Ein bemerkenswerter Erfolg für einen Kandidaten, dessen Zukunft im Showgeschäft lange als ungewiss galt.
Nicht alle Mitcamper können den Ausgang nachvollziehen. Simone Ballack hatte noch kurz vor ihrem Auszug betont, ein Sieg von Gil wäre für sie "nicht okay". Auch Ariel zeigte sich enttäuscht darüber, dass ausgerechnet er so weit gekommen ist. Die Spaltung zieht sich damit bis zum Schluss durch. Im Camp wie beim Publikum.
Gil selbst reagierte im Finale dankbar und emotional. Der Sieg sei für ihn "alles andere als selbstverständlich". Ob er den Triumph als echten Neuanfang nutzen kann, bleibt offen. Fest steht jedoch: Kein anderer Dschungelkönig wurde je so kontrovers diskutiert wie Gil Ofarim.