Sechs Wochen nach der Attacke sind die körperlichen Verletzungen der 13-Jährigen fast verheilt. Doch über das Erlebte zu sprechen, fällt der Schülerin weiterhin schwer. Bisher vertraute sie sich vor allem ihrer Mutter und ihrem Ex-Freund an.
"Es war schrecklich, heftig und ganz schlimm. Mir geht es jetzt aber schon wieder besser", erzählt die 13-Jährige im Gespräch mit der "Kronen Zeitung".
Die Jugendliche war im Sommer an die Traun gelockt worden. Dort wurde sie von einem elf- und einem zwölfjährigen Mädchen geschlagen und getreten. Fünf Burschen waren ebenfalls anwesend, einer davon filmte die Attacke mit seinem Handy. Das Video verbreitete sich anschließend in den sozialen Medien, heißt es in dem Bericht.
Eine der beiden Angreiferinnen und den Burschen, der die Attacke filmte, kannte das Opfer bereits. Der Bub hatte sie unter dem Vorwand eingeladen, gemeinsam baden zu gehen.
"Ich habe mir überhaupt nichts gedacht, mich auf das Schwimmen in der Traun gefreut. Es war ein hochsommerlicher Tag", schildert die 13-Jährige gegenüber der "Krone". Über die Attacke selbst möchte sie nicht weiter sprechen.
Inzwischen versucht die Schülerin, wieder in ihren Alltag zurückzufinden. Sie besucht derzeit noch die Mittelschule und möchte später auf die Handelsakademie wechseln. Auch Mechatronik könnte für sie einmal interessant sein.
"Meine größten Hobbys sind aber Schlafen und Reiten", erzählt sie in der Tageszeitung. Seit der Attacke besucht die 13-Jährige außerdem ein Selbstverteidigungstraining.
Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe
Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555
Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247
Rat auf Draht: 147
Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20
Polizei-Notruf: 133
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Ihre 34-jährige Mutter sieht darin eine wichtige Unterstützung. "Das hilft ihr in vielerlei Hinsicht, um sich abzureagieren und um wieder selbstbewusster zu werden", stellt die Mutter der 13-Jährigen in der "Krone" klar.
Die Sorge um ihre Tochter ist dennoch groß. "Ich muss mein Kind einsperren, weil ich Angst habe, dass sie ihr wieder etwas Schlimmes antun", sagt die Mutter der Tageszeitung.
Warum ihre Tochter angegriffen wurde, kann sich die Mutter weiterhin nicht erklären. "Sie kannten sich nur flüchtig. Es gab auch keinen Streit oder Ähnliches, meine Tochter wurde von ihnen davor auch nicht gemobbt. Ich weiß nicht, warum sie das gemacht haben."
Die beiden Mädchen und die fünf anwesenden Burschen hatten das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet und sind damit strafunmündig. Die Mutter der 13-Jährigen wurde bereits über die Einstellung der Ermittlungen informiert.