Lucy Huxley

Escort-Lady lebenslang aus den USA verbannt

Lucy Huxley wurde wegen ihrer Arbeit im Erotikgeschäft lebenslang aus den USA verbannt. Ausgelöst wurde das Verbot durch ein Geständnis.
André Wilding
23.04.2026, 12:37
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Sie kam als Ballett-Tänzerin, arbeitete als Model, Performance-Künstlerin und Fotografin, und fand schließlich ihre Berufung als unabhängiges Edel-Escort in der deutschen Hauptstadt. Die gebürtige Kanadierin Lucy Huxley lebt seit fast einem Jahrzehnt in Berlin und kennt die vielschichtigen Facetten der Stadt wie kaum eine andere.

Einreiseverbot in die USA

Die Erotik-Darstellerin wurde wegen ihrer Arbeit im Erotikgeschäft lebenslang aus den USA verbannt. Ausgelöst wurde das Verbot durch ein Geständnis an der Grenze, das auf Grundlage eines Gesetzes aus den 1980er-Jahren bis heute gegen sie verwendet wird.

In einem offenen Gespräch mit dem Erotikportal Erobella teilt die international tätige Sexarbeiterin ihre persönlichen Erfahrungen mit Berlins legendärer, sex-positiver Clubkultur. Sie räumt mit gängigen Vorurteilen auf, vergleicht die Berliner Szene mit Metropolen wie New York oder Paris und verrät, wo man die aufregendsten Nächte der Stadt erlebt.

Lucy, was ist dein persönlicher Lieblingsbezirk in Berlin und warum?

Friedrichshain, ganz klar. Für mich vereint dieser Bezirk alles, was Berlin ausmacht: legendäre Clubs, eine lebendige alternative Szene, großartige Restaurants und diese kleinen, individuellen Läden, die man sonst nirgendwo findet. Diese Mischung fühlt sich echt an und macht den Kiez so besonders.

Wie sexuell offen bzw. sex-positiv würdest du Berlin als Stadt beschreiben?

Berlin ist für mich eine der sexuell offensten Städte der Welt. Hier wird nicht nur offen über Sex gesprochen, sondern auch über Themen jenseits des Mainstreams. Ob "Vanilla" oder Fetisch: Es gibt kaum Tabus, und genau das schafft einen Raum, in dem sich Menschen frei entfalten können.

Wenn jemand Berlins sex-positive Partyszene erleben möchte, welche Clubs oder Partys würdest du empfehlen? Gibt es welche, die man eher meiden sollte?

Für den Einstieg würde ich "Pinky Promise" oder "Four Play" empfehlen – beides sehr einladende, diverse und zugängliche Events mit einer positiven Atmosphäre. Wenn man tiefer eintauchen möchte, sind "Klub Verboten" oder "Gegen" spannend. Sie sind deutlich intensiver, experimenteller. Und dann gibt es natürlich den Klassiker: Samstagnacht im KitKatClub. Wenn man nur eine Nacht in Berlin hat, dann sollte man genau das erleben.

Was wird deiner Meinung nach am meisten an Berlins sex-positiver Kultur missverstanden?

Viele glauben, die Szene sei extrem oder exklusiv, dabei ist genau das Gegenteil der Fall. Sie ist offen, inklusiv und überraschend zugänglich. Niemand muss irgendetwas tun, womit er sich nicht wohlfühlt. Es geht nicht darum, sich auszuziehen oder Grenzen zu überschreiten, sondern darum, respektvoll, neugierig und ohne Vorurteile Teil einer Community zu sein.

Wie unterscheidet sich Berlins sex-positive Szene deiner Erfahrung nach von Städten wie New York, Amsterdam, London oder Paris?

Ehrlich gesagt: Berlin spielt in einer eigenen Liga. Natürlich gibt es auch in anderen Städten spannende Events, aber sie fühlen sich oft kontrollierter, eingeschränkter an. In Berlin ist Nacktheit gesellschaftlich akzeptiert. Auch im Clubkontext. Das verändert die Dynamik komplett. Dazu kommt der Preisfaktor: Viele Events hier sind vergleichsweise erschwinglich, was für eine deutlich vielfältigere Crowd sorgt. In anderen Metropolen sind solche Veranstaltungen oft teuer und dadurch exklusiver und genau das merkt man auch an der Atmosphäre.

Woran merkst du, wie ungewöhnlich Berlins sexuelle Offenheit eigentlich ist?

Das merke ich ständig. Selbst auf ganz normalen Technopartys in anderen Städten fällt mir auf, wie "vanilla" alles wirkt. In Berlin ist diese Verbindung aus Clubkultur und Sex-Positivity einfach selbstverständlich. Genau das fehlt anderswo oft.

Gibt es Städte, die dich überrascht haben, weil sie ähnlich offen oder sogar offener als Berlin sind?

Tatsächlich ja: Freiburg. Eine eher kleine Universitätsstadt, aber mit einer erstaunlich offenen und neugierigen Szene. Die Kombination aus junger, suchender Community und einer generell sex-positiven Kultur hat mich wirklich beeindruckt

{title && {title} } wil, {title && {title} } 23.04.2026, 12:37
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