Rüstungskonzern im Visier

Estland: Russland steckt hinter Sabotageanschlag

Nach dem Brandanschlag auf ein Rüstungsunternehmen in Estland beschuldigt die Regierung in Tallinn den russischen Geheimdienst als Auftraggeber.
Newsdesk Heute
30.09.2026, 09:54
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In der Nacht vom 14. auf den 15. August wurde ein Brandanschlag auf das estnische Rüstungsunternehmen Milrem Robotics verübt.

Jetzt steht fest: Die estnische Regierung macht Russland offiziell dafür verantwortlich.

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"Wir können mit Sicherheit zu dem Schluss kommen, dass der Brandanschlag in Tallinn ein Sabotageakt war, der von den Spezialdiensten der Russischen Föderation angeordnet wurde", erklärte Außenminister Margus Tsahkna auf der Plattform X. Die Täter seien bereits festgenommen worden.

Auch Regierungschef Kristen Michal bestätigte die Erkenntnisse, heißt es auf n-tv.de. Der estnische Inlandsgeheimdienst sei nach eingehender Auswertung zu diesem Schluss gekommen. "Dieser Sabotageakt ist Teil einer größeren Kampagne Russlands in ganz Europa", so Tsahkna weiter.

Kreml weist Vorwürfe zurück

Moskau wies die Verantwortung umgehend von sich. Die Äußerungen seien "unbegründet, unüberlegt" und würden "in keiner Weise der Realität" entsprechen, behauptete Kremlsprecher Dmitri Peskow vor Journalisten.

NATO-Generalsekretär Mark Rutte sprach von einer "rücksichtslosen Kampagne feindseliger Handlungen gegen NATO-Verbündete". Auch Österreichs Außenministerin Beate Meinl-Reisinger verurteilte den Anschlag "aufs Schärfste".

Das betroffene Unternehmen Milrem Robotics entwickelt unbemannte Militärsysteme, die seit 2022 auch in der Ukraine eingesetzt werden. Der Brand konnte rasch unter Kontrolle gebracht werden.

red,30.09.2026, 09:54