Besuchermagnet in Wien

Europas höchste Rutsche zieht Bilanz

Mehr als 200.000 Menschen rutschten bereits vom Donauturm. Jeder dritte Gast wagt die Fahrt auf Europas höchster Rutsche.
03.11.2026, 13:56
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Wer den Wiener Donauturm besucht, kommt längst nicht mehr nur wegen der Aussicht. Seit knapp drei Jahren sorgt eine besondere Attraktion für zusätzlichen Nervenkitzel: Europas höchste Rutsche. Mehr als 200.000 Menschen haben die spektakuläre Abfahrt seit der Eröffnung im November 2023 bereits gewagt. Mittlerweile entscheidet sich jeder dritte Gast für die Fahrt.

Besonders bei internationalen Touristen kommt das Angebot gut an. Aber auch die Wiener selbst haben die Rutsche für sich entdeckt. Für den Donauturm ist sie damit zu einem wichtigen Publikumsmagneten geworden.

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18 km/h in wenigen Sekunden

Die Rutsche verläuft an der Nordseite des 252 Meter hohen Wahrzeichens. Gestartet wird auf 165 Metern Höhe, das Ziel liegt auf der Aussichtsebene in 150 Metern. Dazwischen warten rund 40 Meter Rutschvergnügen mit Kurven, Geraden und einem Gefälle von 29 Grad.

Die Rutsche verläuft an der Nordseite des 252 Meter hohen Wahrzeichens in Wien.
Donauturm Wien/Kurt Patzak

Je nach Körpergewicht dauert die Fahrt sieben bis neun Sekunden. Auf speziellen Matten erreichen die Besucher dabei bis zu 18 km/h. Die transparente Hülle aus Polycarbonat ermöglicht tagsüber einen Blick über Wien. Bei Dunkelheit sorgt die beleuchtete Konstruktion für eine besondere Atmosphäre.

Entworfen wurde die Attraktion vom deutschen Objektkünstler Carsten Höller. Die Montage im Oktober 2023 war spektakulär: Ein Hubschrauber hob die Konstruktion an ihren Platz am Turm.

Besucherzahlen steigen

Nicht nur die Rutsche entwickelt sich zum Erfolg. Auch der Donauturm insgesamt blickt auf eine positive Bilanz: Im Jahr 2025 stiegen die Besucherzahlen um rund 3,5 Prozent. Jahr für Jahr kommen mehrere Hunderttausend Menschen zum höchsten Bauwerk Österreichs.

Von der zusätzlichen Attraktion profitiert auch die Gastronomie. Viele Gäste verbringen mehr Zeit am Turm und verbinden den Besuch mit einem Essen oder einem Getränk. Das Angebot rund um Aussicht, Rutsche und Gastronomie soll den Aufenthalt noch attraktiver machen.

"Sie wurde vom Start weg hervorragend angenommen und spricht heute ein internationales Publikum an", sagt Donauturm-General-Manager Roman Bauer. Die Rutsche leiste einen wichtigen Beitrag zur positiven Entwicklung und unterstreiche den Anspruch des Donauturms als moderne Wiener Sehenswürdigkeit.

Wiens Wahrzeichen seit 1964

Der Donauturm wurde 1964 im Rahmen der Wiener Internationalen Gartenschau eröffnet. Mit 252 Metern ist er bis heute das höchste Bauwerk Österreichs. Entworfen wurde er unter der Leitung des Architekten Hannes Lintl.

Rund 23 Millionen Menschen haben das Wahrzeichen seit seiner Eröffnung besucht. Etwa die Hälfte der Gäste kommt aus dem Ausland. Seit 2001 steht der Turm unter Denkmalschutz.

red, 03.11.2026, 13:56