Schon wieder sorgt die 32-jährige Ehefrau eines 67-jährigen Wiener Ex-Anwalts für Schlagzeilen – und erneut bringt sie ihren Mann in erhebliche Schwierigkeiten. Nachdem die in U-Haft Sitzende bereits im Verdacht steht, einen Einbruch fingiert und sich selbst bereichert zu haben, führte ihr Verhalten nun dazu, dass sich ihr Ehemann am 4. März vor Gericht verantworten musste.
Die blonde Russin soll einen von ihrem Mann gemieteten Wagen an einen Bekannten aus der tschetschenischen Community verliehen haben. Dieser beschädigte den Peugeot schwer und brachte ihn nicht zurück. Die Konsequenzen trafen zunächst den 67-Jährigen: Er konnte die vertraglich vereinbarte Rückgabefrist nicht einhalten, musste wegen Veruntreuung vor Gericht.
"Meine Frau hatte mit ihrem eigenen Auto im Dezember 2024 einen Unfall. Während der Reparaturzeit habe ich ihr diesen Wagen gemietet", erklärte der ehemalige Jurist vor Gericht. Es war nicht der erste Crash im Umfeld des Paares: Auch der BMW X8 des Wieners war bereits in einen schweren Unfall verwickelt gewesen, bei dem ein Mensch ums Leben kam. Wer damals am Steuer saß, ist bis heute unklar.
Der Mietvertrag für den Peugeot lief jedenfalls offiziell bis Mai 2025. Doch zu diesem Zeitpunkt war das Fahrzeug längst nicht mehr bei dem Ehepaar. Die Frau hatte es einem Bekannten für eine angeblich "kurze Ausfahrt" überlassen – doch dabei blieb es nicht. Das Auto kehrte weder zum Mieter noch zur Autovermietung zurück.
Die Mietwagenfirma versuchte laut eigenen Angaben täglich, den Juristen per E-Mail oder telefonisch zu erreichen – jedoch ohne Erfolg. Die Nachrichten gingen allerdings nicht direkt an ihn, sondern an sein Sekretariat. "Das verwaltet meine Frau als Kanzleileiterin", erklärte der 67-Jährige vor Gericht.
Dass ausgerechnet sie die Kommunikation kontrollierte, sorgte für hochgezogene Augenbrauen. "Über Ihre Frau hört man derzeit ja einiges in den Medien", bemerkte die Richterin spitz. Auch der Verteidiger des Wieners mutmaßte: "Vielleicht wollte die Gattin das aus Scham vor ihm verheimlichen." Der Angeklagte selbst vermied jedoch klare Vorwürfe. "Das kann ich so nicht sagen", entgegnete er knapp.
Warum er nicht darauf bestanden habe, dass seine Frau das Auto zurückholt, wollte die Richterin wissen. "Das habe ich, aber meine Frau wollte das selbst klären. In der tschetschenisch-russischen Community sei es üblich, so etwas intern zu regeln. Anzeige erstatte man in solchen Fällen nicht", schilderte der Ex-Anwalt.
Schließlich schrieb die Autovermietung das Fahrzeug zur Fahndung aus. Im Juni 2025 wurde es sichergestellt, der Wiener hatte die Rechnungen trotz des Diebstahls weiter bezahlt bis das Auto gefunden wurde.
Für den 67-Jährigen endete der Prozess deswegen mit einem Freispruch. Das Gericht glaubte ihm, dass er das Auto nicht bewusst bei sich behalten habe, um sich zu bereichern, da sein eigenes Auto "sicher zehn Mal so viel wert" gewesen sei. Der Freispruch ist noch nicht rechtskräftig.