"Weiß es selber nicht"

Ex-Berater rechnet live im ORF mit Donald Trump ab

Nach der historischen Wahlschlappe der Republikaner rechnet Ex-Sicherheitsberater John Bolton mit Donald Trump ab. Auch für JD Vance sieht er Folgen.
04.11.2026, 22:28
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Die Niederlage bei den US-Zwischenwahlen bringt Präsident Donald Trump (80) zunehmend unter Druck. Seine Republikaner haben die Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses verloren. Der frühere Sicherheitsberater John Bolton spricht von einer historischen Abrechnung mit dem US-Präsidenten.

Die Demokraten konnten sich bei den Midterms sowohl im Senat als auch im Repräsentantenhaus durchsetzen. Selbst in mehreren traditionell republikanisch geprägten Bundesstaaten mussten Trumps Parteikollegen Niederlagen hinnehmen. Unter anderem feierten die Demokraten in South Carolina einen bemerkenswerten Erfolg.

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Trump selbst zeigte sich nach der Wahlschlappe überzeugt, dass seine Partei einen Erdrutschsieg eingefahren hätte, wäre er persönlich zur Wahl gestanden. Auf Truth Social signalisierte er gleichzeitig, das Ergebnis akzeptieren und mit den Demokraten zusammenarbeiten zu wollen.

Bolton rechnet mit Trump ab

Am Mittwochabend äußerte sich Trumps ehemaliger Sicherheitsberater John Bolton in der ZiB 2 zu den Ergebnissen. Für ihn steht fest, dass die Wähler vor allem dem Präsidenten einen Denkzettel verpassen wollten. Das Ausmaß der Niederlage bezeichnete er als "historisch".

Trump habe die Bevölkerung selbst dazu aufgerufen, bei der Wahl so abzustimmen, als würde er auf dem Stimmzettel stehen. Das sei nach hinten losgegangen. Die Demokraten hätten dadurch sogar in Bundesstaaten gewonnen, die jahrzehntelang von den Republikanern dominiert worden waren.

"Er weiß es selber nicht"

Als entscheidenden Faktor sieht Bolton nicht den Iran-Krieg an sich, sondern dessen wirtschaftliche Folgen. Besonders die hohen Spritpreise würden den Amerikanern Sorgen bereiten.

Auch für Vizepräsident JD Vance könnte die Niederlage Folgen haben. Laut Bolton versuche dieser bereits, sich von Trump zu distanzieren und sich für die Präsidentschaftswahl 2028 in Stellung zu bringen.

Wie Trump nun im Iran vorgehen wird, sei völlig offen. "Er weiß es selber nicht. Ich bin ziemlich sicher, dass er nicht weiß, was er jetzt tun wird", erklärte Bolton. An den engen Beziehungen zwischen den USA und Israel werde sich seiner Einschätzung nach allerdings nichts ändern.

red, 04.11.2026, 22:28