Die Republikaner verlieren beide Kammern des US-Kongresses, doch Donald Trump (80) hat bei seinem ersten öffentlichen Auftritt nach der Wahlniederlage zunächst ganz andere Themen im Kopf. Statt sich mit dem Debakel seiner Partei zu beschäftigen, spricht der US-Präsident über seine Bauvorhaben in Washington.
Besonders stolz zeigt sich Trump auf den neuen Ballsaal am Weißen Haus. Bei einem Besuch der Baustelle schwärmt er vom "schönsten Ballsaal in der ganzen Welt". Auch ein geplanter Triumphbogen und die Modernisierung eines alten Golfplatzes in der Hauptstadt kommen zur Sprache.
Auf die verlorenen Zwischenwahlen geht Trump erst später ein. Dabei bestätigt er, dass der Krieg gegen den Iran seiner Partei geschadet habe. Einen Kurswechsel stellt er allerdings nicht in Aussicht: "Die Iran-Sache mussten wir tun und wir tun es weiter", erklärt er.
Die Demokraten konnten am Dienstag sowohl den Senat als auch das Repräsentantenhaus erobern. Ausschlaggebend war laut Wählerbefragungen vor allem die Unzufriedenheit mit Trumps Politik. Viele US-Bürger machen den Präsidenten für die Teuerung verantwortlich. Insbesondere die infolge des Iran-Kriegs gestiegenen Spritpreise sorgten vor der Wahl für Ärger.
Auch über die Zukunft von Verteidigungsminister Pete Hegseth wurde nach der Niederlage spekuliert. CBS News berichtete, Trump habe seine Berater gefragt, ob der Minister im Amt bleiben solle.
Von einer Entlassung will der Präsident öffentlich jedoch nichts wissen. Auf eine entsprechende Frage erklärte er: "Nein, ich finde, er macht einen sehr guten Job".