Im vergangenen Jahr sorgte ein Fall um eine Pflegerin in der Klinik Favoriten für Aufregung. Die Frau stand im Verdacht, als "Todesengel" zwei Krebspatienten "erlöst" zu haben – "Heute" berichtete.
Demnach gingen die Vorfälle auf den Jänner und September 2025 zurück. Bei letzterem soll sie einer Frau, die an Krebs im Endstadium litt, eine Überdosis an Schmerzmitteln verabreicht haben. Danach entstand der Verdacht, dass dies auch bei einem Patienten im Jänner passiert sei.
Auslöser der Ermittlungen sei damals eine Aussage der Pflegerin während eines Schichtwechsels gewesen. "Der Frau kann man mehr geben, dann geht's schneller vorbei", soll sie gesagt haben.
Nun der Paukenschlag: Die Ermittlungen gegen die mittlerweile Ex-Pflegerin wurden eingestellt, berichtet "ORF Wien" unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Demnach sei ein Gutachten zu dem Schluss gekommen, dass kein kausaler Zusammenhang zwischen dem Tod der Frau und einer leicht überhöhten Medikamentengabe bestehe.
Zudem habe man nicht einmal feststellen können, ob die Verdächtige oder eine andere Pflegekraft das Medikament an jenem Tag verabreicht hatte. Anfangs wurde nämlich auch eine weitere Pflegerin verdächtigt. Hier hätte es allerdings nicht genug Indizien gegeben.
In der Causa des im Jänner verstorbenen Patienten seien die Anzeichen für eine vorsätzliche Tötung nicht sehr groß gewesen. So habe man auch im Ermittlungsverfahren keine Indizien gefunden, die den Verdacht gestützt hätten.