Klima-Talk mit Experten

Extremwetter – "El Niño kommt heuer zu 90 Prozent"

Im "Heute"-Klima-Talk spricht Andreas Tröscher vom Meteorologen-Dienst GeoSphere Austria über El Niño, Hitzewellen und Hurrikans.
Bernd Watzka
22.04.2026, 06:45
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Wetterprognosen, Saharastaub, nukleare Störfälle, Lawinen oder Erdbeben - der heimische Klimadienst GeoSphere Austria bietet ein breites Angebot an meteorologischen und geologischen Angeboten. Andreas Tröscher ist der neue Kommunikationsleiter des Dienstes und spricht im "Heute"-Klima-Talk über Extremwetter und die Herausforderungen der Klima-Information.

"Was bedeuten zwei oder drei Grad mehr?"

Prognosen zum globalen Klimawandel seien "sehr wichtige Informationen", die Menschen hörten jedoch "viel mehr zu, wenn man konkret sagt, was das bedeutet. Nicht nur für Österreich, sondern auch für Wien. Was bedeutet das für den Alpenraum, für die Landwirtschaft? Was heißt das, wenn es zwei Grad mehr hat oder drei?", so Tröscher.

Meteorologen müssen "Lösungsansätze" bieten

"Der vielleicht der wichtigste Punkt bei der Klima-Kommunikation sind Lösungsansätze", so Tröscher weiter. Zentrale Frage: "Wie kann ich mich dagegen wappnen?" Man müsse sich in Erinnerung rufen: "Wir hatten in Wien Tage mit hintereinander 38 Grad. Da wird es auch am Abend nicht kühler als 26 Grad", so der GeoSphere-Experte.

Diese immer häufiger auftretenden Hitzewellen seien "eine extreme Belastung, nicht nur für Alte und für Kinder, das ist für alle eine Belastung", so Tröscher.

El Niño soll im August auftauchen

Beim Thema El Niño sind sich die Meteorologen weitgehend einig. Vermutlich im August wird das pazifische Wetterphänomen "zu 90 Prozent" weltweit für Aufregung sorgen. "In Australien, im südlichen Afrika und in Pakistan gibt es dann Dürre. In Nordamerika drohen Stürme und Überflutungen." Auch in Europa werde man El Niño spüren - allerdings "sehr abgeschwächt", so Tröscher.

Heuer auch "Super El Niño" möglich

Auch die Wahrscheinlichkeit für ein besonders starkes El-Niño-Ereignis - genannt "Super El Niño" - ist zuletzt deutlich gestiegen. Noch im März lag die Chance für ein besonders heftiges Ereignis bei rund 20 Prozent ("Heute" berichtete) - inzwischen halten Experten ein deutlich realistischeres Szenario für möglich.

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