Auf seine langjährige Freundschaft mit Falco ist Regisseur Rudi Dolezal über alle Maßen stolz.
Soeben hat der Filmemacher ein neues Buch über den Ausnahmekünstler auf den Markt gebracht: "Falco. Die ganze Wahrheit" (edition a) ist nach fast 20 Jahren eine zweite Biografie von ihm über die Musiker-Ikone.
Fans des am 6. Februar 1998 verstorbenen Sängers sollen in dem Werk Seiten des Künstlers entdecken, die ihnen bisher noch nicht bekannt waren. Dolezal stellte sich zuvor ehrlich aber selbst die Frage: "Wozu noch ein Falco-Buch?" und beantwortete diese damit, dass er "den Mann dahinter nicht vergessen" lassen will.
Es sei keine klassische Biografie, Dolezal habe einfach "noch so viel zu erzählen – über das Genie am Rande des Wahnsinns, über den Menschen Hans Hölzel, über die gemeinsamen Abenteuer und Niederlagen, über unsere Freundschaft, über seinen Kampf gegen Alkohol und Drogen, über die Zeit, als er 'clean' war."
"Wir haben gekokst und geglaubt, dass uns das 'besser' macht", verrät Dolezal im Buch. "In Wahrheit machte es uns zu jämmerlichen Figuren, die, kaum high, 'verbalen Sperrmüll' kotzten und dachten, sie seien unheimlich kommunikativ. Dabei quatschten wir unser Gegenüber einfach voll."
Dolezal erinnert sich etwa an den "Anfangspunkt eines Absturzes der besonderen Art, bei dem ich nicht nur dabei war, ich war mittendrin. Ich machte mir ernsthaft die Illusion, Hans bremsen zu können, wenn ich dabei wäre... Welch ein Irrtum!"
Der Musikvideo-Produzent von Falcos "Rock Me Amadeus" lüftet zum 40. Jubiläum des Welthits noch ein paar Geheimnisse. Etwa, dass im Musikvideo zu "The Sound of Musik" eine Prostituierte mitspielte. Wäre das damals bekannt geworden, "wäre ein Riesen-Skandal unausweichlich gewesen", ist er sicher.
Am 20. September kommt der Regisseur mit einer multimedialen Lese-Show zum Buch (oder dem Buch zur Show) ins Wiener Casanova. Gezeigt wird dann noch mehr unveröffentlichtes Material, so das Versprechen. Alle Tourtermine findest du auf der Homepage.