Zwei Feiertage streichen und länger arbeiten? Nicht mit Christina "Mausi" Lugner! Mit seinen Aussagen im "Heute"-Interview hat Kari Ochsner, Präsident der Industriellenvereinigung Niederösterreich, eine heftige Diskussion ausgelöst. Um Österreichs Wirtschaft wieder auf Vordermann zu bringen, schlägt er unter anderem vor, die Arbeitszeit zu erhöhen oder ein bis zwei Feiertage zu streichen. Seiner Ansicht nach würde dadurch niemand an Lebensqualität verlieren.
Eine Rechnung, die "Mausi" ganz und gar nicht aufgeht! Die Unternehmerin hält von dieser Idee herzlich wenig und stellt sich klar auf die Seite der Arbeitnehmer.
"Ich halte ehrlich gesagt wenig davon, den Menschen zwei Feiertage wegzunehmen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Die Menschen arbeiten ohnehin schon genug und Lebensqualität sollte nicht zum Luxus werden", wettert sie gegenüber "Heute".
„Mehr Leistung verlangen und immer mehr wegnehmen“Christina Lugner stellt sich auf die Seite der Arbeitnehmer
Für die Lugner-Ex liegt das eigentliche Problem ganz woanders. Statt den Menschen ihre freien Tage zu streichen, müsse man Unternehmen und Arbeitnehmer finanziell entlasten.
"Wenn wir die Wirtschaft wieder in Schwung bringen wollen, sollten wir dort ansetzen, wo es wirklich wehtut: bei der Steuerbelastung! Weniger Steuern, weniger Bürokratie und mehr Anreize für Unternehmen, zu investieren und Arbeitsplätze zu schaffen."
Doch damit ist Mausi noch lange nicht fertig. Auch die Politik bekommt ihr Fett ab. "Man kann nicht ständig von den Menschen mehr Leistung verlangen und ihnen gleichzeitig immer mehr wegnehmen. Vielleicht sollte die Politik einmal darüber nachdenken, den Menschen mehr vom selbst verdienten Geld zu lassen, statt ihnen auch noch ihre Feiertage zu streichen."
Während Ochsner überzeugt ist, dass sich in zehn Jahren kaum jemand an die gestrichenen Feiertage erinnern würde, will Lugner von solchen Einschnitten nichts wissen. "Weniger abkassieren, mehr ermöglichen – das wäre für mich der richtige Weg!"