Im Burgenland wird weiterhin fieberhaft nach einem zweiten, vermutlich mit Rattengift präparierten Hipp-Glas gesucht. Nachdem bereits ein erstes Glas sichergestellt werden konnte, bleibt das mutmaßlich gefährliche Produkt verschwunden.
Die Ermittler haben zahlreiche Krankenhäuser, Pflegeheime, Kindergärten und Familien mit Kleinkindern besucht, um Hinweise auf den Verbleib des Glases zu finden. Auch die ungarischen Behörden wurden informiert, falls das Glas von Pendlern ins Nachbarland gebracht wurde.
Die Polizei ist nicht nur wegen der möglichen Gefahr für Kleinkinder besorgt – das manipulierte Glas könnte laut "Krone" auch als wichtiges Beweismittel dienen. In Österreich, Tschechien und der Slowakei wurden insgesamt fünf solcher Gläser vor dem Verzehr sichergestellt.
Noch ist unklar, wie gefährlich die im ersten Glas gefundene Menge an Rattengift tatsächlich für ein Kleinkind wäre. Die Staatsanwaltschaft wartet auf das Ergebnis einer ergänzenden toxikologischen Untersuchung. Um welches Rattengift es sich handelt, wird aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekannt gegeben.