Hans K. schildert in dramatischen Worten, wie seine überlebenswichtige Herz-OP immer wieder aufgeschoben wurde. Es begann mit starken Schmerzen in der Brust. Der Südburgenländer (Markt Allhau, Bezirk Oberwart) wurde sofort in der Klinik Oberwart aufgenommen. Nach einigen Untersuchungen stand fest: "Ich brauchte sowohl eine Herzklappen-Operation und auch eine Bypass-OP."
Damals, es war Anfang 2025, wurde der 73-Jährige an ein Spital in Wien verwiesen (zur Info: noch gab es in Oberwart keine eigene Herzchirurgie).
Es wurde eine harte Belastungsprobe, körperlich wie auch psychisch. Zunächst musste der Pensionist fünf Monate auf die Aufnahme im Krankenhaus warten.
Dann, es war bereits Sommer, konnte K. sein Krankenbett im Spital beziehen. Doch glatt lief es noch lange nicht: "Ich lag drei Wochen am Stück wartend im Krankenhaus", sagt Hans K. Mehrmals gab es fixierte Termine für seinen Eingriff, sie wurden in Serie abgesagt.
Beim dritten Mal waren sogar die Vorbereitungen für die OP schon im Laufen, wieder wurde er enttäuscht. Sein Unmut wurde verstärkt, er fühlte sich als "Gastpatient" benachteiligt: "Die Wiener wurden schneller drangenommen als andere", sagt er. Und weiter: "Ich hatte das Gefühl, dass Patienten von außerhalb viel länger warten mussten."
Neben den gesundheitlichen Problemen wurde die Situation auch für seine Familie zur Herausforderung. "Meine Frau konnte mich wegen der großen Distanz nur ab und zu besuchen kommen (Anm.: Es ist eine eineinhalbstündige Autofahrt vom Wohnort nach Wien)."
„Ich war sehr frustriert“Hans K.
Die Wartezeit zermürbte den Burgenländer zunehmend: "In diesen Wochen war ich, neben meinen zunehmenden Atembeschwerden, sehr frustriert." Die Unsicherheit vor der großen Operation und die ständig verschobenen Termine hätten ihn stark belastet, erzählt er.
Endlich war es so weit: Sechs Stunden brauchten die Chirurgen. Elf Tage später durfte K. das Spital verlassen und wieder heim ins Südburgenland. Mittlerweile geht es ihm gut, sogar sportlich betätigt er sich wieder, er zeigt uns sein KTM-Fahrrad.
Fix jedenfalls: Seit März wurden knapp 40 Operationen durchgeführt, etwa so viele sind bereits in Vorbereitung.
Für die regelmäßigen Kontrollen muss er seit wenigen Wochen nicht mehr nach Wien. Die finden jetzt in der Klinik Oberwart statt. Die Herz-Chirurgie hier wurde bundesweit zum Politikum, der Pensionist hat eine klare Meinung; "Endlich gibt es diese Abteilung hier bei uns im Burgenland, ich hoffe zwar, dass ich sie nicht mehr brauchen werde, aber ich wünschte, es hätte sie schon früher gegeben."