Seit Wochen fiebert ganz Österreich mit dem wanderfreudigen Hirsch mit: Zuletzt hielt er sich für längere Zeit in Niederösterreich auf. Erst am Donnerstagabend knipsten und filmten zwei weibliche Fans Emil in St. Valentin (Bez. Amstetten).
Am Freitag wurde Emil dann erneut zum Grenzgänger – und landete in Oberösterreich: Er schwamm durch den Enns-Fluss und kam Gregor Schnöll in Kronstorf (Bez. Linz-Land) vor die Linse. Der Mechatroniker zögerte keine Sekunde und hielt den besonderen Augenblick für immer fest.
Wie kam es zur tierischen Begegnung? "Ich habe in der Früh erfahren, dass er bei uns in der Gegend ist", berichtet der Augenzeuge im "Heute"-Gespräch. Ich bin dann mit dem Rad hin und eine Dreiviertelstunde herumgefahren, habe ihn aber nicht gefunden."
Dann war es plötzlich so weit: Um exakt 8.51 Uhr knipste Schnöll den Elch – mit 125-fach-Zoom. "Man sollte ihn in Ruhe lassen." Dem Hobby-Fotografen war es wichtig, dass das Tier sicher durchs Wasser kommt. "Weiter unten beim Kanal wär's sicher gefährlich gewesen, dann hätten wir einen Feuerwehreinsatz gehabt."
Für den Oberösterreicher war die Begegnung besonders spannend. Der Grund: "Wir waren im Sommer in Schweden und haben keine Elche gesehen." Schmunzelnder Nachsatz: "Wir hätten besser daheim bleiben sollen."
„Wir waren im Sommer in Schweden und haben keine Elche gesehen.“Augenzeuge Gregor Schnöll
Jetzt bleibt die Frage, wie es mit dem vierbeinigen Publikumsliebling weitergeht. Das Land Oberösterreich hat jedenfalls angekündigt, Emil gegebenenfalls zu betäuben und nach Tschechien zu schaffen. Geht es nach der Politik, soll er im dortigen Nationalpark eine dauerhafte Bleibe finden.