FPÖ-Chef Herbert Kickl wurde bei seinem Auftritt in Osttirol zum Auftakt der Herbsttour von Generalsekretär Michael Schnedlitz und Landesparteiobmann Markus Abwerzger begleitet. In seiner Rede ließ Kickl kein gutes Haar am Umgang der Regierung mit Migration.
Wie der ORF berichtet, stellte der Parteichef die Frage, wer "von den Schwarzen, Roten, Grünen und Rosaroten" die Verantwortung für "die importierten" Kriminellen wie Drogendealer und Messerstecher übernehme. "Dann wird es ganz still bei diesen Herrschaften, dann will keiner mehr was wissen von der Verantwortung – aber die gehört ihnen!", so Kickl.
Auch bei der Sanktionspolitik sparte Kickl nicht mit Kritik. Er sieht diese als Grund für die steigenden Preise und zog dabei die Bundesregierung, die EU und die Unterstützung der Ukraine in die Verantwortung.
Die Regierung arbeite laut Kickl gegen den Willen der Leute und handle nicht im Interesse der Bevölkerung. Die von der Regierung beschlossenen Entlastungsmaßnahmen nannte er "bestenfalls einen Witz".
Kickl stellte in seiner Rede zudem infrage, ob das Leben für die Menschen wirklich leistbarer geworden sei. Er sprach die Themen Pensionen, Familienbeihilfe und die allgemeine Teuerung an. Besonders bei der Energiepolitik fand der FPÖ-Chef scharfe Worte. Die Strompreisbremse reiche seiner Meinung nach nicht aus.
Der Strom sei "um 50 Prozent teurer als vor einem Jahr", so Kickl. Für den kommenden Winter warnte er vor einem "bösen Erwachen". Nach seinem Auftritt in Matrei ging es für Kickl direkt weiter nach Feistritz an der Drau in Kärnten. Dort hielt er am Abend im Rahmen seiner Herbsttour die nächste Rede.