Im Sommer hatte sich FPÖ-Chef Herbert Kickl ziemlich rar gemacht und auf mediale Präsenz fast völlig verzichtet. Am vergangenen Montag hat er sich mit dem ORF-Sommergespräch zurückgemeldet.
Bis zu 860.000 Zuseher verfolgten den Schlagabtausch zwischen ihm und Moderatorin Simone Stribl. Damit hat Kickl die Chefinnen und Chefs der anderen Parlamentsparteien weit hinter sich gelassen. Auch Bundeskanzler und ÖVP-Chef Christian Stocker kam an diese Quote nicht einmal annähernd heran.
Doch jetzt will Kickl ordentlich Gas geben. Unter dem Motto "Wir sind für Euch da" geht er auf Herbsttour durch Österreich. Es stehen zwar noch nicht alle Auftritte und Termine exakt fest. Wie aus gut informierten Kreisen zu hören ist, findet der Startschuss jedenfalls in Matrei in Osttirol statt. Die Tour führt den FPÖ-Chef aber auch nach Vorarlberg. Ein Fixpunkt steht auch fest: das Oktoberfest im steirischen Hartberg – immerhin stellt die FPÖ in der Steiermark mit Mario Kunasek auch den Landeshauptmann.
Nähere Details will FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz bei einer Pressekonferenz am Montagvormittag bekanntgeben. Eines ist aber bereits fix: Kickl wird auf der Tour nicht nur die Arbeit der Bundesregierung scharf kritisieren. Er wird auch die Werbetrommel für das freiheitliche ORF-Volksbegehren rühren. Die Partei und Kickl selbst fordern ja vehement die Abschaffung der ORF-"Zwangssteuer", also der umstrittenen Haushaltsabgabe.
Dauerbrenner beim blauen Parteichef sind auch die Themen Teuerung, Migration und – spätestens seit dem ORF-Sommergespräch – auch der Klimawandel.